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Interparlamentarische Delegation für die Beziehungen zur arabischen Halbinsel

Die Interparlamentarischen Delegationen nehmen die internationalen Kontakte des Parlamentes wahr und bauen diese aus.

Die Tätigkeiten der Delegationen sind daher auf der einen Seite darauf ausgerichtet, Kontakte zu den Parlamenten von Staaten zu unterhalten und zu fördern, die traditionell Partner der Europäischen Union sind. Auf der anderen Seite sollen sie dazu beitragen, die Werte, auf denen die Europäische Union beruht, namentlich die Grundsätze der Freiheit, der Demokratie sowie der Achtung der Menschenrechte, der Grundfreiheiten sowie der Rechtsstaatlichkeit in Drittländern zu fördern.

Für die internationalen Kontakte des Europäischen Parlaments gelten die Grundsätze des Völkerrechts.

Die Interparlamentarische Delegation für die Beziehungen zur arabischen Halbinsel ermöglicht es dem Europäischen Parlament, die Beziehungen zu den Staaten der arabischen Halbinsel (Saudi-Arabien, Bahrain, Vereinigte Arabische Emirate, Kuwait, Oman, Katar und Jemen) und zum Golfkooperationsrat zu pflegen.

Die Delegation wurde im Jahr 1979 eingerichtet, also in dem Jahr, in dem auch die erste Direktwahl zum Europäischen Parlament stattfand. Die Arbeit der Delegation verdeutlicht das große Interesse des Europäischen Parlaments am Demokratisierungsprozess in der Region, vor allem in den Ländern, die über funktionstüchtige parlamentarische Einrichtungen verfügen (Bahrain, Kuwait, Jemen). Auch begleitet die Delegation die Verhandlungen im Hinblick auf die Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und dem Golfkooperationsrat. Dieses Abkommen soll einen neuen institutionellen Rahmen für die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen den beiden Partnerregionen schaffen.