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Presseerklärungen

Angelika Niebler äußert sich regelmäßig in Presseerklärungen zu aktuellen europapolitischen Themen, insbesondere zu Fragen der Forschungs- und Industriepolitik, der Binnenmarkt- und Verbraucherschutzpolitik sowie der Frauenpolitik.

Aktuelle Presseerklärung

Frauenquote findet immer stärkeren Rückhalt in der Bevölkerung
Umfrage ergibt: Chancengleichheit nur durch verbindliche Vorgaben zu erreichen

Presseerklärung von Angelika Niebler, erschienen im Juni 2010

Um die berufliche Chancengleichheit von Frau und Mann ist es in Deutschland schlecht bestellt. Diese Auffassung vertreten zwei Drittel aller Bundesbürger wie eine repräsentative Umfrage der Bertelsmann Stiftung jetzt ergeben hat. "Es ist an der Zeit, dass die Unternehmen handeln und ihre Strukturen verändern", fordert daher Dr. Angelika Niebler, Landesvorsitzende der Frauen-Union in Bayern.

Sie nennt die Zahlen "deprimierend", ist aber von dem Ergebnis der Umfrage nicht überrascht: "Wir wissen bereits, wie wenige Frauen in Deutschland Führungsetagen erklommen haben. Wenn 71 Prozent der Befragten der Meinung sind, männliche Führungskräfte grenzen Frauen aus, dann lässt das tief in unsere gesamte Unternehmenskultur blicken."

Dabei liege die Diskrepanz gar nicht an der vermeintlich mangelnden Durchsetzungsfähigkeit von Frauen im Beruf. 80 Prozent der Befragten halten sie für genauso durchsetzungsstark und 60 Prozent sogar für gleichermaßen machtbewusst wie Männer. "Es verwundert keinesfalls, dass die 50 bis 60-Jährigen bezweifeln, dass Frauen und Männer die gleichen Chancen haben, Karriere zu machen, während knapp die Hälfte der Unter-30-Jährigen das anders sieht", kommentiert Angelika Niebler ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Jüngere Menschen stiegen noch mit gesundem Optimismus in das Berufsleben ein. Erst nach einiger Zeit offenbare sich ihnen die "gläserne Decke" für Frauen.

Als Karrierebremse wird laut Umfrage die Doppelbelastung von Familie und Beruf gezählt. Hier müssten die Betriebe nachjustieren, fordert Angelika Niebler. Dass aber beinahe 80 Prozent die gezielte Förderung durch Vorgesetzte für geeignet halten, um Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung voranzubringen, belegt nach Meinung der Landesvorsitzenden das derzeit in den Betrieben vorherrschende Missverhältnis . "Die Befragten haben sich nicht für weitere Teilzeitangebote oder flexiblere Arbeitszeiten in Betrieben ausgesprochen, sondern mehrheitlich für eine Quote. Die allermeisten Bürger sind also der Überzeugung , dass andere Maßnahmen mittlerweile keinen Erfolg mehr versprechen."

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