Die Europäische Kommission plant, die Preise für Datenroaming weiter zu senken. Bereits im vergangen Jahr wurde erstmals ein Kostendeckel von 50 Euro für das Internetsurfen im Ausland eingeführt. Ist die Grenze erreicht, muss der Anbieter den Zugang zunächst sperren und den Kunden erneut auf die Kosten hinweisen. Allerdings sind die Kosten, die pro übertragenen Megabyte berechnet werden, nicht reguliert. Das möchte die Europäische Kommission nun ändern. Dr. Angelika Niebler, die als Vorsitzende des Industrieausschusses maßgeblich an Ausarbeitung der ersten Roaming-Verordnung beteiligt war, begrüßt den Vorstoß der Kommissarin Neelie Kroes, die Datenroaming-Tarife zu überprüfen und gegebenfalls zu senken.
"Schon als wir 2007 die Tarife für Auslandstelefonate anschauten, mussten wir feststellen, dass sie Mobilfunkanbieter völlig überhöhte Preise verlangten, bei denen die Leistung und Gegenleistung aus dem Ruder gelaufen sind", sagt CSU-Abgeordnete Angelika Niebler zur aktuellen Roaming-Verordnung, die im Sommer 2012 ausläuft. Angesichts der steigenden Zahl von Smartphone-Besitzern und somit auch der steigenden Zahl von Verbrauchern, die im Ausland Internetdienste mobil nutzten, sei es sinnvoll, jetzt das Preisgefüge noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Gegebenenfalls müsse nachjustiert werden. "Wir haben schon damals gesagt, wenn sich die Marktentwicklung nicht verbessert, wird die EU wieder eingreifen."