567 Million EUR flossen bislang im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms aus EU-Fördertöpfen in bayerische Forschungsprojekte. Bayerische Hochschulen waren dabei 2010 mit 72,4 Millionen Euro so erfolgreich wie noch nie, allen voran die Technische Universität München mit insgesamt 19,8 Millionen Euro, gefolgt von der Ludwig-Maximilians-Universität München mit 16,4 Millionen Euro. Bayerische Wissenschaftler gehören damit zu den Besten in der gesamten Republik. So erhielten beispielweise drei Spitzenforscher der LMU im Jahr 2010 Zuschüsse des Europäischen Forschungsrats für ihre Projekte. Unter anderem wurden dabei Medikamente zur Asthma-Prävention entwickelt - ein Thema, das viele Europäer und ihre Familien betrifft.
Ende 2013 läuft das bisherige 7. Forschungsrahmenprogramm aus. Derzeit laufen in Brüssel die Vorbereitungen für das nächste Forschungsrahmenprogramm "Horizon 2020". Mit der heutigen Abstimmung des Europäischen Parlaments in Straßburg über die Grundzüge des nächsten Forschungsrahmenprogramms haben die Abgeordneten sich erneut für die Förderung von wissenschaftlicher Exzellenz als oberstes Bewertungskriterium für die Vergabe von EU-Forschungsfördergeldern ausgesprochen.
"Für Bayern ist es von grundlegendem Interesse, dass die Exzellenz das oberste Prinzip bei der Vergabe von Fördermitteln für Forschungsprojekte ist. Das hervorragende Abschneiden bayerischer Wissenschaftler im europäischen Forschungswettbewerb zeigt, wie gut sich Bayern als attraktiver Standort für Spitzenforschung positioniert hat. Dieses Exzellenzklima muss aufrechterhalten werden", betont die CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler.
Das Europäische Parlament sprach sich zudem für den Erhalt der Verbundforschung als ein Kernstück des kommenden Forschungsrahmenprogramms aus. "Die Europäische Verbundforschung hat den vermutlich größten Beitrag zum bisherigen Aufbau des Europäischen Forschungsraums geleistet und muss daher auch künftig das Kerninstrument der europäischen Förderpolitik bleiben. Wissenschaft und Industrie müssen an einem Strang ziehen und gemeinsam für die Zukunft forschen", so Angelika Niebler.
Ferner wollen die Europaabgeordneten sicherstellen, dass die Mittel für die Forschungsförderung ab 2014 deutlich erhöht werden. Die Botschaft ist, dass es innerhalb des EU-Budgets eine deutliche Priorisierung auf Forschung und Innovation geben muss.