Die Einführung einer parteiinternen Frauenquote auf Landes- und Bezirksebene ist beschlossene Sache. Nach einer mehrstündigen Debatte stimmten 445 von 795 Delegierte auf dem CSU-Parteitag für den Leitantrag. „Es ist ein ehrliches aber auch ein deutliches Ergebnis, das hier in konstruktiven Diskussionen zustande gekommen ist“, kommentierte Dr. Angelika Niebler, Landesvorsitzende der Frauen-Union Bayern. Sie dankte dem Parteivorsitzenden Horst Seehofer für seine anhaltende Unterstützung für das Anliegen der FU in den vergangenen Monaten.
„Seit unserer FU-Auftaktveranstaltung zum Leitbildprozess Anfang dieses Jahres haben wir erörtert, wie wir die Partei attraktiver machen können für die Frauen“, so Angelika Niebler. Die Frauenquote von 40 Prozent solle als Zeichen für die Anerkennung der Arbeit der Frauen gesehen werden und zeigen, „wir wollen Frauen in der Partei haben“. Zugleich sei die Quote nur ein erster Schritt im Modernisierungsprozess.
Die eigentliche Arbeit beginne jetzt: „Wir alle sind aufgefordert, die Strukturen zu verändern und mehr weibliche Mitglieder zu gewinnen.“ Mit mehr Frauen in der Partei würden künftig mehr Themen aufgegriffen, die Frauen im Besonderen interessieren und betreffen wie Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Pflege oder Bildungsfragen. „Mit diesem Beschluss wollen wir alle Frauen ermutigen, offensiv ihre Ziele zu verfolgen", sagte Angelika Niebler.