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Europa braucht ein entscheidungsstarkes Deutschland
Zocken statt seriöser
und verlässlicher Politik - selbst im Abgang bleibt
Gerhard Schröder sich treu. Und er bürdet damit
nach der Bundestagswahl seiner problematischen politischen
Hinterlassenschaft noch eine weitere Hypothek auf.
Statt den Weg frei zu machen für klare Verhältnisse
(auch wenn sie bedauerlicherweise große Koalition
heißen), gibt er selbstverliebt und realitätsfremd
den ewigen Kanzler.
Dabei braucht Deutschland schnellstens eine handlungsfähige
und stabile Regierung, um die anstehenden gesellschaftlichen
und wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen.
Auch in der Europäischen Union wartet man auf einen
verlässlichen Partner.
Viele Themen stehen in Brüssel derzeit auf der Tagesordnung.
Es geht um den Verhandlungsrahmen mit der Türkei,
um Entbürokratisierung und Deregulierung europäischer
Gesetze und die weitere Entwicklung des europäischen
Binnenmarktes. Deutschland kann viel gewinnen, aber auch
viel verlieren, wenn die Weichen falsch gestellt werden.
Exemplarisch sei hier der Streit um die Dienstleistungsrichtlinie
oder die europäische Chemikalienpolitik genannt.
Deutschland ist in der EU der größte Chemiestandort.
Über 300.000 Arbeitsplätze hängen an der
chemischen Industrie, viele kleine und mittelständische
Unternehmen entwickeln und produzieren nach europäischen
Standards. Kommt es durch überzogene Anforderungen
an die Registrierung und Prüfung von chemischen Stoffen
und Substanzen zur Verabschiedung einer Chemikalienverordnung,
die nur neue Bürokratie und Kosten verursacht, sind
wir Deutsche die Verlierer.
Es wird Zeit, dass Deutschland politisch wieder seinen
Einfluss geltend macht - im Interesse des Landes und der
Europäischen Union. Der vermeintlich "kranke
Mann Europas" muss endlich sein Bett verlassen, sich
auskurieren und ins europäische Leben zurückkehren.
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