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Max-Planck-Gesellschaft zu Gast in Brüssel

Die laufenden Beratungen über das 7. Forschungsrahmenprogramm im Europäischen Parlament nahm die Max-Planck-Gesellschaft zum Anlass, ihre Vorstellungen über dei Europäische Forschungspolitikt in Brüssel zu präsentieren.

Mit dem 7. Forschungsrahmenprogramm, werden die Leitlinien der europäischen Forschungsförderung von 2007 bis 2013 festgelegt. Der drittgrößte Posten im EU-Haushalt soll nach den Plänen von Kommission und Parlament mit insgesamt über 10 Milliarden Euro jährlich ausgestattet werden.

Eine wesentliche Neuerung ist dabei die Errichtung eines Europäischen Forschungsrats. In diesem Gremium sollen ausgewählte Wissenschaftler vollkommen autonom über die Finanzierung exzellenter Forschungsprojekte im Bereich der Grundlagenforschung entscheiden. Die Kommission hat dafür die ansehnliche Summe von jährlich 1,2 Milliarden Euro veranschlagt.

Offen sind bislang Struktur und Organisation des Forschungsrates, den nationale wie europäische Wissenschaftseinrichtungen einhellig begrüßen. Grund genug für den Präsidenten der Max-Planck Gesellschaft, Professor Dr. Peter Gruss, vor dem zuständigen Forschungskommissar und Vertretern des Europäischen Parlaments, die Ideen der Max-Planck Gesellschaft hierzu vorzustellen. Max-Planck befürwortet eine vollkommen autonome Einrichtung, die dem Einfluss der Europäischen Kommission entzogen ist.

Die anschließende Diskussion zeigte, dass erheblicher Klärungsbedarf bei unterschiedlichen Konzepten besteht. Angelika Niebler, die dem forschungspolitischen Lenkungsgremium der EVP-ED Fraktion angehört, wies darauf hin, dass die Entscheidung der Kommission, die Mitglieder des Forschungsrates bereits vor Gründung dieses Rates benennen zu lassen, das Vertrauen in die Unabhängigkeit und eine transparente Arbeitsweise des geplanten Forschungsrates nicht gefördert habe. Sie begrüßte das Max-Planck-Konzept, wobei sie klar zum Ausdruck brachte, dass angesichts der beträchtlichen Mittel eine parlamentarische Kontrolle des Forschungsrates zwingend erforderlich sei.

Weiterführende Hinweise im Netz:

Linksammlung zum 7. Forschungsrahmenprogramm einschließlich des Gesamttextes:
http://www.kowi.de/rp/rp7/rp7.htm

Alles rund um das 7. Forschungsrahmenprogramm finden Sie auf der Homepage von "euractiv.com"

http://www.euractiv.com/Article?_lang=DE&tcmuri=tcm:31-103655-16&type=LinksDossier

Stellungnahmen und Hintergrundinformationen der Max-Planck-Gesellschaft zum 7. Forschungsrahmenprogramm:
http://www.mpg.de/instituteProjekteEinrichtungen/weitereEinrichtungen/bueroBruessel/
7EuForschungsrahmenprogramm/