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Sonnenschein-Richtlinie: Bayerische Kellnerinnen können doch im Dirndl bedienen

Entwarnung für Europas Gastwirte und Bauunternehmer: Die sogenannte "Sonnenschein-Richtlinie" wird nicht in der geplanten Fassung kommen. Auch künftig wird es keine europaweit einheitliche Regelung geben, wonach Arbeitgeber verhindern müssen, dass ihre Mitarbeiter zu hoher natürlicher Strahlung, z. B. durch Sonnenschein, ausgesetzt werden.

Das ist ein Sieg der Vernunft und zeigt, dass das Europäische Parlament die Interessen der Bürgerinnen und Bürger wirkungsvoll vertreten kann. Denn nachdem die Europaabgeordneten unter Führung der CDU/CSU-Gruppe mehrheitlich dieses bürokratische Ungetüm abgelehnt hatten, schloss sich nun auch die Europäische Kommission dieser Haltung an und plant, diese umstrittene Regelung zurückzuziehen.

Ursprünglich hatte die Europäische Kommission lediglich einen Richtlinienvorschlag vorgelegt, wonach Arbeitgebern die Fürsorgepflicht für ihre Arbeitnehmer obliegt, wenn diese übermäßiger künstlicher optischer Strahlung (z.B. Laser) ausgesetzt sind.

Die Regierungen der Mitgliedstaaten sowie die Europaabgeordneten von SPD und Grünen setzten noch eines drauf und wollten diese Fürsorgepflicht der Arbeitgeber auf natürliche optische Strahlung, also alle Tätigkeiten im Freien, ausweiten. Dies hätte dazu geführt, dass Unternehmen - ganz gleich ob in Großbritannien oder Griechenland - europaweit einheitlich verpflichtet worden wären, regelmäßige Gesundheitsschecks sowie Aktionsprogramme gegen Sonnenbrand durchzuführen.

Eine solche Regelung hätte vor allem zu zusätzlichen Kosten und mehr bürokratischen Aufwand für Arbeitgeber geführt. Denn sie hätten den Grad der Sonneneinstrahlung und die notwendigen Schutzmaßnahmen für ihre Mitarbeiter ermitteln müssen.

Gerade diese Vereinheitlichungs- und Bürokratisierungswut ist es aber, die die Bürgerinnen und Bürger so gegen Europa aufbringt. Denn sie trägt nicht nur zur Bevormundung jedes einzelnen bei, sondern legt der Wirtschaft völlig unnötige Hemmschuhe an.

Die Entschärfung der ‚Sonnenscheinrichtlinie ist ein großer Erfolg der deutschen Unionsabgeordneten und ein Erfolg aller, die sich für ein bürgernahes Europa und weniger Regulierung einsetzen.