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Neuer Parlamentsbeauftragter in der Bayerischen Vertretung in Brüssel
Stafettenwechsel in der
Bayerischen Vertretung: Seit einem Monat ist Heinz Koller
neuer Parlamentsbeauftragter und stellvertretender Leiter
der Vertretung des Freistaates Bayern bei der EU. Er hat
diese Aufgabe von Friedrich von Heusinger übernommen,
der seit September das "Hessenbüro" in
Brüssel leitet.
Als Sohn einer niederbayerischen Mutter und eines Münchner
Vaters kam Heinz Koller bereits in seiner Kindheit mit
der Sprach- und Kulturvielfalt seiner bayerischen Heimat
in Berührung, als seine Familie in das bayerisch
schwäbische Nördlingen zog und damit in die
Hör- und Sichtweite der fränkischen und württembergischen
Sprachraums.
Nach seinem Jurastudium in Regensburg und Augsburg verbrachte
er einen Teil seines Rechtsreferendariats an der deutsch-südafrikanischen
Handelskammer in Johannesburg.
Seine erste berufliche Station war 1990 die Außenwirtschaftsabteilung
des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft,
Verkehr und Verkehr. Drei Jahre später wurde er in
die Europäische Kommission abgeordnet. Im Jahre 2000
übernahm er die Leitung des Verbindungsreferats für
das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft,
Infrastruktur, Verkehr und Technologie an der Bayerischen
Vertretung in Brüssel. Als besonderes Highlight erlebte
er in dieser Zeit den Umzug in die Neue Bayerische Vertretung
im Sommer 2004.
Während seiner inzwischen 12jährigen Tätigkeit
in Brüssel habe er gelernt, dass die Entwicklung
auf der Europäischen Ebene immer wichtiger für
das "Innenleben" jedes Mitgliedsstaates und
jeder Region in Europa und insofern der Satz "Europapolitik
ist Innenpolitik" Realität sei. Nach Kollers
Überzeugung muss daher gerade der Freistaat Bayern
mit seiner starken institutionellen Stellung im föderalen
Gefüge Deutschlands und den darauf beruhenden Kompetenzen
seine Interessen in Brüssel intensiv einbringen und
wahren, und zwar am Besten vor Ort. Denn nur vor Ort sei
eine realistische Einschätzung der Machtverhältnisse
und Entscheidungswege, die es im bayerischen Interesse
zu beeinflussen gilt, möglich.
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