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Frauenausschuss gegen EU-Gelder für die Embryonenforschung
Ein klares Nein zur Embryonenforschung
hat jetzt der Ausschuss für die Rechte der Frau signalisiert.
In einer Stellungnahme zum 7. Forschungsrahmenprogramm
bekräftigen die Ausschussmitglieder mit deutlicher
Mehrheit ihre Ablehnung gegenüber verbrauchender
Embryonenforschung, der Forschung mit embryonalen Stammzellen
sowie jeglicher Form des Klonens von Menschen. Solche
ethisch fragwürdigen Projekte sollen nicht mit europäischen
Mitteln gefördert werden. Angelika Niebler, die als
Berichterstatterin für die EVP-Fraktion die Abstimmung
im Ausschuss betreute, begrüßte das Votum.
Das Thema Embryonenforschung wird in Brüssel und
Strassburg seit langem kontrovers diskutiert. Seit dem
Jahr 2000 finanziert die EU-Kommission vier Embryonen-Projekte
mit EU-Steuergeldern. Auch im geplanten 7. Forschungsrahmenprogramm,
das derzeit von Rat und Parlament beraten wird, findet
sich keine klare Absage an derartige Forschungsprojekte.
Die Stammzellforschung unterliegt in der EU bislang sehr
unterschiedlichen Vorschriften. Forschern in Großbritannien
und Belgien ist nicht nur erlaubt, Stammzellen aus Embryonen
zu gewinnen, die für künstliche Befruchtungen
nicht mehr gebraucht werden. Sie dürfen in Form des
so genannten therapeutischen Klonens auch Embryonen zu
Forschungszwecken "herstellen". Andere Länder
wie Deutschland verbieten dagegen jede Forschung, die
zur Zerstörung von Embryonen führt.
Der Streit um EU-Gelder für Embryonenforschung wird
durch den jüngsten koreanischen Fälschungsskandal
erheblich verschärft. Nachdem die Möglichkeiten
der embryonalen Stammzellforschung in Frage gestellt worden
sind, muss auch die EU-Politik umsteuern. Angelika Niebler
plädiert notfalls für einen Kompromiss. Die
EU sollte auf die Förderung solcher Projekte ganz
verzichten, die in einzelnen Mitgliedstaaten verboten
sind. Damit wäre es jedem Mitgliedstaat selbst überlassen,
unter welchen ethischen Maßstäben einzelne
Projekte gefördert werden.
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