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Karikaturstreit - Religiöse Verspottung ist zu kritisieren, aber Gewalt ist kein Mittel zur Konfliktlösung

Seit der EU-weiten Veröffentlichung dänischer Mohammed-Karikaturen weiten sich die gewalttätigen Übergriffe gläubiger Moslems gegen europäische bzw. christliche Einrichtungen immer weiter aus.

"Der Einsatz jeglicher Form der Gewalt als Mittel des Ausdrucks der Empörung über andere Meinungen ist scharf zu verurteilen". erklärte die oberbayerische Europaabgeordnete Angelika Niebler. Besonders bedenklich sei dabei, dass diese gewalttätigen Reaktionen mit zeitlicher Verzögerung seit Veröffentlichung der Karikaturen offensichtlich von Regimen organisiert worden seien, die ihrerseits ihren Bürgern die Meinungsfreiheit verweigern.

Dabei dürfe die Polemik der einen Seite, nicht mit Polemik auf der anderen Seite beantwortet werden. In einer Gesellschaft, die die Meinungsfreiheit verteidigt, müsse auch eine Sensibilität für bestimmte Grenzen, wie für den Respekt vor den religiösen Gefühlen anderer, bestehen.

"Toleranz ist jedoch keine Einbahnstrasse, sondern muss in beiden Richtungen gelten", erklärte Niebler. So drastische Gewaltausbrüche als Antwort auf diese geschmacklosen Karikaturen seien keine Lösung.

Als Mitglied der Parlamentarischen Delegation für die Golfstaaten des Europäischen Parlaments war die oberbayerische Europaabgeordnete Angelika Niebler schon einige Male in muslimischen Staaten. "Es ist wichtig durch einen Dialog zwischen den Staaten gemeinsame Positionen zu bedeutenden Themen, auf der moralischen Basis der jeweils eigenen religiösen Traditionen zu finden", erklärte Niebler.

"Unsere Völker müssen offener miteinander umgehen. In einer Zeit zunehmender Globalisierung sollten wir noch mehr aufeinander zugehen, und so gegenseitigen Respekt und Akzeptanz schaffen", so Niebler abschließend.