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Einführung des einheitlichen EU-Führerscheins überzogen

Lange überwogen in der Bundesregierung die Bedenken gegen einen einheitlichen EU-Führerschein. Doch jetzt hat das Bundesverkehrsministerium grünes Licht gegeben für die Einführung einheitlicher Führerscheine in der Europäischen Union.

In der Begründung aus Berlin für diesen Schritt heißt es unter anderem, bislang könne die deutsche Polizei bei Verkehrsverstößen keine im Ausland erworbenen Führerscheine einziehen. Darüber hinaus zeigte sich das Bundesverkehrsministerium zufrieden, einen Großteil seiner Änderungswünsche durchgesetzt zu haben. Dazu gehört auch die längere Gültigkeit der alten Führerscheine bis 2032.

Von diesem Zeitpunkt an gilt dann nur noch der einheitliche EU-Führerschein, der dann alle 15 Jahre erneuert werden muss.

"Diese lange Übergangsfrist ist zwar zu begrüßen, dennoch bleibt die Begründung für die Einführung einheitlicher Führerscheine unzureichend, " so Angelika Niebler. Der Aufwand steht nach ihrer Meinung in keinem Verhältnis zum Nutzen. "Weil es einige Schwarze Schafe gibt, müssen nun alle Autofahrer ihren Führerschein umtauschen." Auch müssten die Autofahrer noch tiefer in die Tasche greifen, um ihre Führerscheine zu erneuern, kritisierte sie.

Die endgültige Entscheidung über die Einführung einheitlicher Führerscheine wird erst nach der 2. Lesung im Europäischen Parlament vorliegen.