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Euro, Evro, Eiro....?
Der Euro' heißt
in Malta, Lettland oder Slowenien Eiro', Evro'
und Ewro'. Ändert sich dies, wenn die gemeinsame
europäische Währung künftig auch in diesen
Ländern eingeführt werden sollte?
Denn eigentlich hatten sich die damals noch 15 EU-Finanzminister
vor der Einführung des Euro auf eine einheitliche
Schreibweise nach dem lateinischen Alphabet geeinigt.
Mit dieser Regelung sind allerdings die Beitrittsländer
des Jahres 2004 - Lettland, Litauen, Ungarn, Malta und
Slowenien - nicht einverstanden. Sie fordern ihre Abschaffung.
Ein EU-typischer Kompromiss wurde gefunden: Demnach muss
das Wort Euro unverändert in allen übersetzten
EU-Dokumenten und auf Banknoten und Münzen verwendet
werden. Nur in nationalen Dokumenten können die jeweiligen
Regierungen die Schreibweise verändern, solange die
ersten drei Buchstaben "eur" bleiben.
In Litauen, Ungarn, Malta und Slowenien fand dieser Vorschlag
Zustimmung. Nur Lettland bat zunächst um Bedenkzeit,
da der Euro dort "Eiro" heißt und der
Laut "eu" gar nicht existiert.
Vor kurzem ließ die lettische Regierung dann wissen,
dass sie bei der wahrscheinlichen Einführung der
Gemeinschaftswährung im Jahr 2008 nicht darauf verzichten
möchte, den Euro lettisch auszusprechen und zu schreiben.
Inzwischen hat auch Malta bekannt gegeben, dass es sich
an den einstigen Kompromiss nicht mehr gebunden fühle.
Wie die Debatte ausgehen wird ist noch unklar.
Angelika Niebler hat Verständnis für die Bedenken
aus Lettland: "Die Frage der Schreibweise des Euros
ist keine finanzpolitische Frage, sondern eine sprachpolitische
und kulturelle Angelegenheit." Nach ihrer Einschätzung
sollte es für Brüssel kein Thema sein, wie die
Letten zu Hause in Lettland ihren "Eiro" schreiben,
wenn die Schreibweise auf den Geldscheinen gleich bliebe:
"Die Harmonisierung in Europa hängt mit Sicherheit
nicht daran. Da gibt es wahrlich schwierigere Herausforderungen!"
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