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Ist Sozialpolitik auf europäischer Ebene notwendig? - Podiumsdiskussion bei der Hanns-Seidel Stiftung in Brüssel
Europa hat eine lange Kultur
des sozialen Miteinanders, in der sozial Schwache und
Bedürftige ein Recht auf Unterstützung durch
die Gesellschaft haben. Durch Globalisierung, technologischen
und demografischen Wandel steht Europa vor gewaltigen
Herausforderungen, die auch unsere Sozialsysteme auf eine
harte Probe stellen. Zur Vertiefung des Themas lud kürzlich
die Hanns-Seidel-Stiftung zu einem Expertengespräch
ein, bei dem der Frage nachgegangen wurde, welche Rolle
Europa in der Sozialpolitik spielen kann und soll?
Die Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler beschrieb
bei der Veranstaltung die Rolle der EU in der Sozialpolitik
wie folgt: "Bei grenzüberschreitenden Fragen
und wenn es um die Förderung von Mobilität geht
- da ist Europa gefordert. Bei sozialen Mindeststandards
ist es aufgrund gewachsener Traditionen und unterschiedlicher
Lösungsansätze dagegen sehr schwierig, allgemeine
Regelungen aufzustellen", so die Abgeordnete.
Die Steigerung von Wirtschaftswachstum und Beschäftigung
schafft die Voraussetzungen für sozialen Zusammenhalt
und für eine nachhaltige Umweltentwicklung unter
neuen Rahmenbedingungen.
Die grundlegenden Antworten auf die sozialpolitischen
Fragen müssen angesichts der Unterschiede in den
nationalen Sozialsystemen aber auf nationaler Ebene gefunden
werden, zumal die Kompetenzen der Sozialpolitik weitgehend
bei den Mitgliedsstaaten liegen.
Abschließend betonte Angelika Niebler unter Zustimmung
des Publikums und der anwesenden Experten, dass eine gute
Sozialpolitik ist in erster Linie eine gute Wirtschaftspolitik
sei.
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