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Überhöhte Mieten für Gebäude des Europäischen Parlaments?
Ungereimtheiten über
die Finanzierung von zwei Gebäuden des Europäischen
Parlaments in Straßburg sind aufgetaucht. Im Rahmen
einer Prüfung des Kaufs der Gebäude durch das
Parlament sind angeblich geheime Zahlungen des Gebäudeeigentümers
an die Stadt Straßburg in Höhe von zwei Millionen
Euro pro Jahr getätigt worden. Hinzu kommen offenbar
Mietzahlungen des Europäischen Parlaments, die über
den realen Zahlungen der Stadt Straßburg an den
Eigentümer liegen.
Eigentümer der Gebäude ist SCI-Erasme, ein
niederländischer Immobilienfonds. Das Grundstück
gehört aber der Stadt Straßburg. SCI vermietete
die Gebäude bis zum Jahr 2047 an die Stadt Straßburg,
welche sie ihrerseits an das Europäische Parlament
vermietet. Schon seit längerem überlegt das
Parlament, die Gebäude zu kaufen.
Im Rahmen der Prüfung bestehender Vertragsbeziehungen
zwischen SCI und der Stadt Straßburg ist nun eine
Klausel aufgetaucht, nach der der jetzige Eigentümer
der Gebäude im Falle eines Verkaufs an die Stadt
Straßburg 29 Millionen Euro zahlen soll. "Warum
gibt es diese Zahlung? Und steht diese im Zusammenhang
mit den überhöhten Mieten? Rückhaltlose
Aufklärung ist gefordert, auch durch das Europäische
Amt für Betrugsbekämpfung OLAF und den Europäischen
Rechnungshof", so Angelika Niebler.
Das Europäische Parlament hat die Kaufpläne
vorerst auf Eis gelegt und seine Mietzahlungen bis auf
weiteres eingestellt. "Wir müssen nun zunächst
die vertraglichen Beziehungen zwischen der Stadt Straßburg
und dem Eigentümer der Gebäude untersuchen.
Es geht hier um die Frage, ob über viele Jahre hinweg
Gelder von europäischen Steuerzahlern hätten
eingespart werden können", sagte die Abgeordnete
abschließend.
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