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Europäischer Qualifikationsrahmen
Mehr Transparenz und Vergleichbarkeit
zwischen den Bildungssystemen und den Berufsabschlüssen
will die EU-Kommission mit einem neuen Europäischen
Qualifikationsrahmen schaffen. Ziel ist es, eine höhere
Vergleichbarkeit zwischen den Berufsqualifikationen innerhalb
der Europäischen Union zu erzielen.
Im Kern will die EU-Kommission mit dem Projekt "Europäischer
Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen"
acht so genannte "Bildungsstufen" schaffen.
Diese sollen sowohl die formale Ausbildungsart und - dauer
eines Arbeitnehmers, als auch die persönlichen Kompetenzen,
wie zum Beispiel die Fähigkeit, Probleme zu lösen,
berücksichtigen.
Der Europäische Qualifikationsrahmen ist aus Sicht
der EU-Kommission ein Beitrag, die Mobilität von
Arbeitnehmern innerhalb der EU zu erhöhen, die heute
u. a. durch die verschiedenartigen Bildungs- und Berufsabschlüsse
erschwert wird. Anhand des Qualifikationsrahmens ließe
sich das Niveau von Qualifikationen zwischen den einzelnen
Mitgliedsstaaten besser vergleichen. So könnte die
Transparenz verbessert und den Arbeitgebern wie Bildungseinrichtungen
die Beurteilung von erworbenen Kompetenzen eines Bewerbers
erleichtert werden.
Nach dem Willen der Bundesregierung soll jedoch zunächst
ein nationaler Qualifikationsrahmen entwickelt werden.
Mit Hilfe des nationalen Qualifikationsrahmens könnten
deutsche Qualifikationen in den Europäischen Qualifikationsrahmen
"übersetzt" werden.
Der Europäische Qualifikationsrahmen soll dann als
'Metarahmen und Übersetzungsinstrument' auf europäischer
Ebene dienen.
Der Europäische Qualifikationsrahmen soll grundsätzlich
auf freiwilliger Basis umgesetzt werden und keine rechtlichen
Verpflichtungen mit sich bringen. Er kann eine Antriebskraft
durch die Unterstützung von Reformen auf nationaler
und sektoraler Ebene für den Wandel sein.
Die oberbayerische Europaabgeordnete Angelika Niebler
begrüßte grundsätzlich den neuen Qualifikationsrahmen.
"Die Zuordnung von Qualifikationen und Abschlüssen
muss jedoch Aufgabe der Mitgliedsstaaten bleiben. Nur
so können die unterschiedlichen nationalen Anforderungen
berücksichtigt werden und nur so kann eine der Ausbildung
angemessene Einstufung deutscher Qualifikationen sichergestellt
werden", äußerte sich Niebler.
Offiziell soll der Qualifikationsrahmen im nächsten
Jahr unter deutscher Ratspräsidentschaft beschlossen
werden.
Mehr Informationen zum Europäischen Qualifikationsrahmen
finden Sie auf den folgenden Internetseiten:
http://europa.eu.int/comm/education/policies/2010/doc/consultation_eqf_de.pdf
http://europa.eu.int/comm/education/policies/2010/doc/presentation_eqf_en.pdf
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