www.angelika-niebler.de

Roaming-Regulierung: Kommission auf dem richtigen Weg

Die europäischen Mobilfunkanbieter werden erstmals gesetzlich zu niedrigeren Roaming-Preisen verpflichtet. Die Europäische Kommission verabschiedete in dieser Woche einen entsprechenden Verordnungsvorschlag. Er sieht maximale Obergrenzen für Handygebühren vor. "Die Kommission ist auf dem richtigen Weg. Die unverhältnismäßig hohen Roaming-Zuschläge werden sinken. Das Telefonieren im Ausland wird bald billiger", sagte die CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler.

Von der Regulierung erfasst sind Groß- und Endkunden: Das heißt sowohl die Tarife, die sich die Anbieter untereinander in Rechnung stellen, als auch die endgültigen Kosten für die Mobilfunknutzer. Letztere Regelung kommt jedoch erst, wenn die Anbieter von sich aus nicht binnen eines halben Jahres reagieren und ihre Endkundenpreise entsprechend senken. Zwischen den Anbietern sollen die Minutenpreise für Gespräche aus dem Gastland in das Heimatland maximal das Dreifache der durchschnittlichen Kosten betragen dürfen. Das wären demnach in etwa 37 Cent. Die Preise innerhalb des Gastlandes sollen höchstens das Doppelte des Durchschnitts kosten, also etwa 25 Cent. Den Endkunden dürfen maximal 130 Prozent des Großhandelspreises in Rechnung gestellt werden, also im Höchstfalle 50 Cent pro Minute.

"Das ist ein richtiger Ansatz. Mit der unverhältnismäßigen Abzocke der Verbraucher ist künftig Schluss. Der Industrie bleiben trotzdem faire Gewinnmargen erhalten", so Niebler. Der Entwurf muss nun vom Europäischen Parlament und den nationalen Regierungen beraten werden. "Mobilfunknutzer im Ausland haben lange genug überhöhte Preise bezahlt. Wir werden dafür sorgen, dass die neuen Vorschriften sobald wie möglich bei den Kunden ankommen", sagte die CSU-Europaabgeordnete.