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Brüssel, Mehrwertssteuer und Windeln
Schon seit Monaten spaltet
ein "Windelstreit" die Kommission. Dabei geht
es um die Frage, ob ein reduzierter Mehrwertsteuersatz
in Tschechien, Portugal, Polen, Ungarn und Malta für
Windeln weiterhin bestehen bleiben darf.
Der Hauptgegner einer steuerermäßigten Babyhygiene
ist der ungarische EU-Kommissar für Steuern, Laslo
Kovac. Nach seiner Meinung stünden Windeln nicht
auf der Liste der Güter, für die eine Steuerermäßigung
gelten dürfe.
"Dabei ist es doch gar keine schlechte Idee, Familien
auf diese Weise finanziell zu entlasten. Auch für
Deutschland wäre das eine Anregung" findet Angelika
Niebler. "Bei uns kauft man zwar Katzenfutter zu
einem reduzierten Mehrwertsteuersatz. Für Windeln
sind aber die ganzen 16, und bald 19 Prozent, fällig."
Auch der tschechische EU-Kommissar für soziale Angelegenheiten,
Vladimir Spidla, hat nichts gegen den niedrigen Mehrwertsteuersatz.
Die EU solle nichts tun, um den ohnehin schon bedenklichen
Geburtenrückgang in Europa noch weiter zu verstärken.
Die Entscheidung, ob nun Windeln mit einem reduzierten
Mehrwertsteuersatz belegt werden dürfen oder nicht,
wird sich wahrscheinlich noch hinziehen. Die Thematik
wurde von der Agenda des letzten Treffens der EU-Kommissare
genommen.
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