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Interessenvertretung
vor Ort: Landkreis-Bürgermeister reisen nach Brüssel
Der Landkreis Ebersberg
zu Gast in Brüssel: Sämtliche Bürgermeister
von Aßling bis Zorneding haben sich zu einem dreitägigen
Informationsbesuch bei den Europäischen Institutionen
in Brüssel aufgehalten. Die Reise der Kommunalvertreter
aus ihrem Heimatlandkreis sieht die oberbayerische Europaabgeordnete
Dr. Angelika Niebler als ein sehr wichtiges Signal: "Die
Bürgermeister haben damit in Brüssel geballte
Präsenz gezeigt und sich für ihre Belange die
notwendige Aufmerksamkeit verschafft."
Für die Städte
und Gemeinden werde ein intensiver und unmittelbar geführter
Informationsaustausch immer wichtiger, so Niebler. Denn
die Entscheidungen, die von der EU getroffen würden,
fänden auch bei den Kommunen ihren Niederschlag.
Deshalb sei hier eine gezielte Interessenvertretung vonnöten.
"Wir müssen lernen, uns als Städte und
Gemeinden mit unseren Vorstellungen und Einwänden
frühzeitig zu Wort zu melden, dann können wir
einigen Fehlentwicklungen vorbeugen", unterstrich
auch Grafings Bürgermeister Rudolf Heiler, auf dessen
Initiative die Informationsreise angetreten wurde und
der die Delegationsleitung übernommen hatte. Das
gelte für den Dialog mit der Europäischen Kommission,
vor allem aber auch für das Gespräch mit den
Europaabgeordneten. Darin war sich Heiler mit seiner Parteikollegin
Niebler einig. "Als gewählte Volksvertreter
stehen die Europaabgeordneten hier in Brüssel für
die Belange der Bürger und ihrer Kommunen ein."
Als aktuelles Beispiel führte Niebler die gegenwärtig
heftig diskutierte Vergaberichtlinie an. Diese treffe
die kommunale Organisationshoheit ins Mark. Das Europäische
Parlament habe sich hier von Anfang an vehement für
die Belange der Kommunen eingesetzt.
Neben einer funktionierenden Interessenvertretung ging
es den Landkreisbürgermeistern bei ihrem Besuch aber
auch um intensivere Einblicke in Entscheidungsabläufe:
"Damit wir wissen, wo wir konkret nachhaken können",
so Rudolf Heiler. Letztlich lasse sich damit Verdruss
der Bürger verhindern und ihr Zutrauen in die Politik
und letztlich auch die Europäische Union steigern.
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