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Höhere Kosten durch neuen EU-Führerschein
In der EU soll es ab 2013 nur ein einziges Führerscheinmodell geben. Einer entsprechenden Richtlinie hat das Parlament zugestimmt. Bisher gibt es rund 110 verschiedene Modelle.
Die neue Richtlinie zielt auf mehr Übersichtlichkeit beim Datenaustausch, für den die Einrichtung eines so genannten "EU-Führerscheinnetzes" vorgesehen ist. Damit soll der Führerscheintourismus verhindert werden. "Das erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr. Denn nach einem Führerscheinentzug kann man nun nicht mehr einfach im Nachbarland eine neue Fahrerlaubnis erwerben. So schließt sich eine Hintertür für Autofahrer, die z. B. nach verantwortungsloser Raserei oder Trunkenheitsfahrten ihre Fahrerlaubnis eingebüßt haben und über diesen Umweg bisher einen Ersatz verschaffen konnten", so die oberbayerische Europaabgeordnete Niebler.
Kritik entzündet sich allerdings an den Bestimmungen zur späteren Umtauschpflicht der neuen Führerscheine. "Alle neu auszustellenden Führerscheine sollen das neue Modell haben. Der Zwangsumtausch für die derzeit gültigen Führerscheine - wenn auch erst im Zeitraum von 20 Jahren - verursacht Kosten alle Fahrerinnen und Fahrer. Dazu wird der Verwaltungsapparat unnötig aufgebläht. Das passt nicht ins Bild vom Bürokratieabbau", so Niebler, die diese Umtauschpflicht ablehnt.
Nach einer formalen Zustimmung der 27 EU-Mitgliedstaaten kann die Richtlinie noch 2007 in Kraft treten. |