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Neue Vorsitzende des EP-Industrieausschusses: Angelika Niebler

Der Ausschuss für Industrie, Energie und Forschung des Europaparlaments ist künftig unter deutscher Leitung. Angelika Niebler wurde kürzlich einstimmig in ihr neues Amt gewählt. "Ich freue mich auf die neue Aufgabe und will das volle Gewicht des Ausschusses in der EU-Gesetzgebung mobilisieren", sagte Niebler.

Der Zuständigkeitsbereich des Ausschusses umfasst den Energiebinnenmarkt, die Forschungs- und die Industriepolitik. "Das alles sind Schlüsselbereiche für die Wettbewerbsfähigkeit und Unabhängigkeit Europas. Wir müssen die Zukunftsaufgaben zusammen lösen, wenn sich die EU international behaupten will", so die CSU-Europaabgeordnete.

Die weitere Liberalisierung und Stärkung des Energiebinnenmarkts wird in naher Zukunft vom Ausschuss mitbestimmt werden. "Wir warten mit Spannung auf konkrete Vorschläge der Kommission. Die Trennung von Produktion und Netz oder die Möglichkeit einer europäischen Regulierungsbehörde sind Fragen, die wir praxistauglich beantworten müssen", sagte Niebler.

In der Forschungspolitik wird der Ausschuss die konkrete Umsetzung des Siebten Forschungsrahmenprogramms begleiten. "Die Spitzenforschung in Europa bekommt ein neues Zugpferd. Mit dem Europäischen Forschungsrat dürfen Wissenschaftler erstmals selbst über einen Teil des Budgets frei entscheiden. Das ist eine zukunftsweisende Neuerung", so die CSU-Europaabgeordnete.