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EU will Notruf für vermisste Kinder einführen - einheitliche Notrufnummer 116 000
Die EU-Kommission will mit einer einheitlichen Notrufnummer 116 000 in ganz Europa die Suche nach vermissten Kindern beschleunigen. Rund 1000 Kinder gelten in Deutschland als vermisst. In Europa sind es rund 25.000 Kinder, die vermisst werden.
Für all diese Fälle gibt es bereits nationale Notruf-Telefone. "Problematisch dabei ist, dass die Telefonnummern und Leistungen unterschiedlich sind. Die Telefone sind oft nicht durchgehend besetzt, Informationen gehen verloren oder werden zu langsam weitergeleitet", so die oberbayerische Europaabgeordnete Angelika Niebler.
Aus diesem Grund soll nun bis zum Sommer das Europäische Notrufsystem erstellt werden, bei dem die Kommission mit einer einheitlichen Nummer die Suche nach vermissten Kindern beschleunigen soll. Unter anderem soll eine Sondereinheit von Interpol mit einbezogen werden, die auch die inzwischen 100.000 Internetseiten von Pädophilen im Visier hat.
Die Notrufnummer für vermisste Kinder ist unter 116 000 kostenlos zu erreichen. Sie ist mit einem grenzüberschreitenden Alarmsystem verbunden, das im Falle des Verschwindens eines Kindes automatisch einen Alarm auslöst.
"Diese europaweit gültige Notrufnummer ist ein guter Weg zu versuchen, vermisste Kinder mit gebündelten Ressourcen schnellstmöglich wieder zu finden und zu ihren Familien zurückzubringen", kommentiert Angelika Niebler dieses Projekt.
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