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Strenge Regeln gegen gefährliche Pflanzenschutzmittel

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln soll nach dem Willen des Europäischen Parlaments künftig sehr strengen Bedingungen unterliegen. So stimmten die Abgeordneten kürzlich in Straßburg u.a. über eine Richtlinie zu deren nachhaltigem Einsatz ab. Vertreter der Grünen- und der sozialdemokratischen Fraktion hatten auf ein fast völliges Verbot von Pflanzenschutzmitteln gedrängt. Dies hätte aber die Landwirte dem unkalkulierbaren Risiko eventuellen Schädlingsbefalls ausgesetzt.

"Ich begrüße, dass wir strenge Kriterien für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln definiert haben. Stoffe, die erwiesenermaßen gesundheitsschädlich, giftig und gefährlich sind, dürfen erst gar nicht zugelassen werden. Hat ein Stoff aber die große Hürde der Zulassung genommen, dann muss das Mittel auch verwendet werden dürfen", kommentierte die oberbayerische Europaabgeordnete Angelika Niebler den Ausgang der Abstimmungen.

Positiv sieht Niebler das Votum zu Pufferzonen entlang von Gewässern: Abstandsregelungen sollen individuell nach klimatischen Bedingungen, Boden und Pflanze ausgerichtet werden. Ein EU-weites pauschales Raster von 10 Metern Pufferzone, wie es von einigen Abgeordneten gefordert worden war, wurde im Parlament abgelehnt, so dass die Mitgliedstaaten die Zonen weiterhin selbst bestimmen können.

Die EU braucht eine handhabbare Gesetzgebung für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, die strenge Standards sichert, aber der Landwirtschaft weiterhin einen praktikablen, sorgfältigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erlaubt. Jetzt liegt es an den im Rat versammelten 27 Mitgliedstaaten eine pragmatische Lösung weiter zu entwickeln.