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Grenzkontrollen nach Osteuropa fallen weg
Am 21. Dezember 2007 fallen die Grenzkontrollen zu Polen, Tschechien und sieben weiteren osteuropäischen EU-Staaten weg. Teils mehrstündige Wartezeiten an den Grenzen gehören dann der Vergangenheit an.
Möglich wird die neue Reisefreiheit durch den Beitritt von Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien zum Schengener Abkommen. In dem Abkommen erklären mehrere europäische Staaten, auf Kontrollen des Personenverkehrs an ihren Grenzen zu verzichten. Ab dem 21. Dezember umfasst der Schengen-Raum alle Mitgliedsstaaten der EU mit Ausnahme von Großbritannien, Irland, Zypern, Bulgarien und Rumänien. Ohne Passkontrolle können Bundesbürger schon jetzt nach Norwegen und Island reisen. Ende 2008 will auch die Schweiz ihre Grenzen öffnen.
Sicherheitsbedenken wegen steigender Kriminalitätsraten durch die Grenzöffnung konnten weitgehend beseitigt werden. "Unsere polnischen und slowakischen Nachbarn sind sehr gut auf die Grenzöffnung vorbereitet. Nicht zuletzt aufgrund der exzellenten Unterstützung aus den anderen EU-Mitgliedstaaten", kommentierte die oberbayerische Europaabgeordnete Angelika Niebler. "Gemeinsam mit unseren Nachbarn müssen wir aber daran arbeiten, dass die Sicherheit unserer Bürger auch weiterhin gewährleistet wird." Bisher hat das sehr gut geklappt. So nahm beispielsweise die bayerische Polizei nach dem Wegfall der Grenzkontrollen in Deutschland im Jahr 1995 genau so viele Autoschieber, Illegale und Einbrecher fest wie vorher. Statt an der Grenze wird nun in einem 30 Kilometer breiten Streifen hinter der Grenze kontrolliert. Diese so genannte "Schleierfahndung" gilt heute als gute Waffe der Verbrechensbekämpfung. Von Schengen profitiert hat auch der Zoll. Viele frühere Grenzbeamte suchen heute auf Flughäfen oder an Außengrenzen nach Schmugglern, was zu besseren Ergebnissen führt als früher.
Zum Schutz der gemeinsamen Außengrenzen der Europäischen Union wurde vor zwei Jahren außerdem die EU-Agentur Frontex ins Leben gerufen. Die Agentur dient als Schaltzentrale in einem Netzwerk aus nationalen Kontaktstellen und koordiniert gemeinsame Einsätze und die Abschiebung illegal Eingewanderter.
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