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Die Eurozone wächst

Seit dem 1. Januar 2008 gilt in Zypern und Malta der Euro als gesetzliches Zahlungsmittel. Damit vergrößert sich die Eurozone sechs Jahre nach Einführung der Gemeinschaftswährung auf 15 Staaten.

Besiegelt hatten den Beitritt der beiden Mittelmeer-Inselstaaten die EU-Finanzminister bereits Mitte Juli 2007 mit der Festlegung der Wechselkurse des zyprischen Pfundes und der maltesischen Lira zum Euro. "Ich beglückwünsche Zypern und Malta zu ihrem 'Ja' zu Stabilität und freiem Handel und freue mich sehr über ihren Beitritt", kommentierte die oberbayerische CSU-Abgeordnete Angelika Niebler. Nicht nur die Bewohner Maltas und Zypern werden von der Einführung des Euro profitieren. Gerade für Deutsche sind die beiden Inseln schließlich ein beliebtes Reiseziel.

Als offizielle Währung wurde der Euro für 315 Millionen Europäer am 1. Januar 2002 zunächst in 12 Staaten Realität. Fünf Jahre später, am 1. Januar 2007, trat Slowenien der Eurozone bei. Der nächste Beitritt wird in der Slowakei für den 1. Januar 2009 vorbereitet. Weitere Kandidaten für die Einführung des Euros sind Tschechien, Ungarn, Polen und Rumänien. Vor 2012 wird aber in keinem dieser Staaten mit der Einführung gerechnet. Grund sind die hohen Auflagen, die zur Aufnahme in die Eurozone erfüllt werden müssen. Dazu gehören Preisstabilität, eine geringe Neuverschuldungsrate sowie Währungs- und Zinsstabilität.

Bemerkenswert: Mit der Einführung des Euros in der Republik Zypern gibt es nun erstmals Münzen der Europäischen Gemeinschaftswährung, die auch die türkische Sprache enthalten. Der Grund: Griechisch und Türkisch sind die beiden Amtssprachen in Zypern - daran hat auch die Teilung der Insel 1974 nichts geändert.