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EU warnt vor Veröffentlichung von Kinderfotos im Internet - Programm für mehr Sicherheit im Internet
"Grooming" nennen Fachleute die Kontaktaufnahme von Kinderschändern zu potentiellen Opfern über das Internet. Betroffen sind davon vor allem Kinder und Jugendliche, deren Fotos leichtfertig im Internet veröffentlicht wurden. Diese und andere Arten von schädigendem Online-Verhalten sowie die Veröffentlichung illegaler Inhalte im Internet will die Europäische Union gezielter bekämpfen.
"Angesichts der rasanten Entwicklung der Medienlandschaft, die immer neue Kommunikationsplattformen hervorbringt und soziale Netzwerke in den virtuellen Raum verlegt, brauchen wir eine stärkere Sensibilisierung von Eltern, Kindern und Jugendlichen für die Risiken und Gefahren, die im Internet lauern", so die oberbayerische CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler. Mit dem Programm "Mehr Sicherheit im Internet", das auch neue Kommunikationsdienste des Web 2.0 wie soziale Netzwerke berücksichtigt, soll ein sicheres Online-Umfeld für Kinder geschaffen werden und Initiativen zur Selbstregulierung sowie ein besseres Bewusstsein in der Gesellschaft gefördert werden. Sobald im Internet illegale Inhalte entdeckt werden, sollen verbesserte Meldesysteme ein rasches und entschiedenes Handeln der öffentlichen Behörden gewährleisten.
"Die verstärkte Kontrolle durch Eltern, Lehrer und Erzieher ist die beste Vorbeugung angesichts der Gefahren der neuen Technologien", sagte Angelika Niebler. "Durch die Einrichtung nationaler Beschwerdestellen für die Meldung illegaler Inhalte und schädlichen Verhaltens im Internet, Initiativen zur Selbstregulierung der Wirtschaft und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit wollen wir das Internet für Kinder und Jugendliche sicherer machen. Spezielle Aktionen für Kinder, Eltern, Erzieher und Lehrer und die Unterstützung von Beratungsstellen werden ein sichereres Online-Umfeld schaffen."
Die EU plant für das Programm "Mehr Sicherheit im Internet" für den Zeitraum von 2009 bis 2013 mit einem Budget von 55 Millionen Euro.
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