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Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums Rosenheim zu Gast in Straßburg
"Machen Sie die Sachen, die Sie machen, mit voller Begeisterung!" Diese Botschaft der oberbayerischen CSU-Europaabgeordneten Angelika Niebler nahmen die Schüler des Sonderpädagogischen Förderzentrums Rosenheim gerne mit auf den Weg. Während eines Besuchs im Straßburger Parlamentsgebäude lernten die zehn Neuntklässler in Gesprächen mit Angelika Niebler und ihrer Mitarbeiterin Vedrana Miljak die Funktionsweise des Europäischen Parlaments kennen und erlebten die Arbeit der Europaparlamentarier hautnah mit.
Die Frage, ob in der EU alle Schüler gleich lang zur Schule gehen sollten beantworteten die jungen Besucher spontan mit ja, da diese Regelung am ge-rechtesten sei. "Europäische Vereinheitlichung kann aber auch bedeuten, dass wir uns in Europa auf eine Regelung nach dem englischen Vorbild einigen, wo Kinder schon im Alter von fünf Jahren eingeschult werden", gab Vedrana Miljak zu bedenken. "Solch ein Gesetz würde in vielen europäischen Ländern zu Problemen führen. Was wäre z. B., wenn in Deutschland das dua-le System mit Ausbildung und Berufsschule aufgrund einer europäischen Regelung wegfallen müsste?"
Anhand solch anschaulicher Beispiele erläuterte sie den Jugendlichen die Herausforderungen, mit denen die Europaabgeordneten tagtäglich konfrontiert sind. "Manchmal ist es nicht so leicht, sich zu einigen und häufig bleibt einem nur der kleinste gemeinsame Nenner", ergänzte Angelika Niebler.
Dass europäische Gesetzgebung aber in vielen Bereichen Vorteile bringt, erklärte sie anhand der günstigeren Mobiltelefoniepreise: "Europa haben wir zu verdanken, dass wir von Rosenheim nach Straßburg für weniger Geld telefonieren können. Besonders das Europäische Parlament hat sich sehr dafür eingesetzt, dass die europäischen Roaminggebühren verringert werden. In Zukunft soll auch der Datentransfer über Mobiltelefone günstiger werden."
Sehr interessiert zeigten sich die Schüler auch an der Frage, wie Angelika Niebler Europaabgeordnete geworden ist. Die CSU-Politikerin erzählte wie sie aufgrund ihres Engagements für ein kommunales Projekt für die Politik begeisterte und ermutigte die Jugendlichen, offen für Neues zu sein und immer wieder auch den Blick über die eigenen Grenzen zu wagen. "Das Parlament ist das beste Beispiel für den gelungenen Austausch unterschiedlicher Kulturen. Wir haben hier ein ganzes Sammelsurium von Lebenserfahrung mit vie-len bunten Paradiesvögeln. Der Bergsteiger Reinhold Messner oder die Sängerin Nana Mouskouri waren zum Beispiel auch schon Europaabgeordnete." |