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Europaunion Altötting

"Mehr als 50 Jahre Europa und das Chemiedreieck mittendrin" - unter diesem Motto stand der Vortrag der oberbayerischen CSU-Europaabgeordneten Angelika Niebler im Rahmen des Europatags der Europaunion Altötting. Die Europapolitikerin sprach über die großen Herausforderungen, denen sich die EU derzeit stellen muss wie Klimawandel und drohende Ressourcenknappheit sowie den Bau der Ethylenpipeline in der Region.

Die großen Themen unserer Zeit, Klimawandel und Versorgungssicherheit, sind selbstverständlich auch Thema im Chemiedreieck. Die dort ansässigen Unternehmen zählen zur energieintensiven Industrie und sind daher an den aktuellen Entwicklungen in der Klima- und Energiepolitik besonders interessiert. "Klimaschutz lässt sich nur mit Innovationen und verlässlichen politischen Rahmenbedingungen erreichen. Hierzu müssen Industrie und Politik zusammenarbeiten und gemeinsam Lösungen finden", sagte die oberbayerische CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler.

Zum Schutz des Klimas und der mierung der Energieabhängigkeit hat sich die EU bis 2020 zum Ziel gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergiemix auf 20% zu erhöhen, den CO2-Ausstoß um 20% zu minimieren und 20% mehr Energieeffizienz zu erreichen. "Diese Vorschläge sind historisch und zeigen, dass die EU gewillt ist, eine weltweite Führungsrolle beim Thema Klimawandel zu übernehmen", sagte Angelika Niebler.

Während Klimaschutz und Versorgungssicherheit derzeit Brennpunkte auf europäischer Ebene sind, wird in Bayern der Bau der Ethylenpipeline besonders heiß diskutiert, der gerade für das Chemiedreieck von besonderer Bedeutung ist. Die Pipeline dient der Anbindung der bayerischen chemischen Industrie an das europäische Leitungsnetz und damit der Zukunftssicherung des Ethylenverbunds der erzeugenden und verbrauchenden Unternehmen. "Die Europäische Kommission hat die Förderung der Pipeline mit fast 30% staatlichen Beihilfen bewilligt", verkündete Angelika Niebler. "Damit sind die Weichen gestellt. Der Freistaat Bayern hat seitdem bereits umfangreiche Vorkehrungen getroffen, um den Bau der Ethylenpipeline zu ermöglichen", so Niebler weiter. "Für die Region ist dieses Projekt von herausragender Bedeutung. Sie können sicher sein, dass ich mich persönlich für ein schnelles Vorankommen einsetzen werde."