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Europäisches Parlament fordert Alarmsystem für vermisste Kinder

Das Europäische Parlament hat in seiner Sitzung in der ersten Septemberwoche die Europäische Kommission dazu aufgefordert, ein Alarmsystem für vermisste Kinder einzurichten. Bei dessen Auslösung müssten die einschlägigen Nachrichtenmedien sowie die Grenz-, Zoll- und Strafverfolgungsbehörden sofort Angaben zum vermissten Kind sowie Informationen zu den Umständen des Verschwindens bzw. zum mutmaßlichen Entführer erhalten. Auch eine Telefonnummer müsse genannt werden, an die man sich mit Hinweisen wenden kann.

Darüber hinaus fordert das Parlament die EU-Mitgliedstaaten auf, Kooperationsabkommen mit sämtlichen angrenzenden Staaten zu schließen, damit die Alarmierung in allen in Frage kommenden Gebieten erfolgen kann. Schließlich verlangen die Abgeordneten "die Entwicklung einer gemeinsamen Organisation zur Unterstützung und Schulung der nationalen Einrichtungen".

Die schriftliche Erklärung "zur Zusammenarbeit bei Noteinsätzen zur Rettung vermisster Kinder" wurde von 418 Abgeordneten und damit der Mehrheit des Europäischen Parlaments unterzeichnet. Zu den Unterzeichnern gehört auch Angelika Niebler, oberbayerische CSU-Europaabgeordnete.