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Biotechnologie aus Martinsried - Workshop in Brüssel verdeutlicht Beitrag zu Kernzielen der Europäischen UnionDas Potential der Biotechnologie ist enorm - und Europa will dies konsequent nutzen. Ohne Biotechnologie sind keine neuartigen Biokraftstoffe oder Arzneimittel denkbar. In dieser Einschätzung waren sich die Teilnehmer eines hochrangigen Workshops zur Zukunft der europäischen Biotechnologie einig, die sich in der Vertretung des Freistaates Bayern in Brüssel auf Initiative von Prof. Haralabos Zorbas, Geschäftsführer der Firma BioM aus Martinsried, trafen, um die neusten Entwicklungen zu erörtern. "Unser Ziel ist es, die Spitzenposition der bayerischen Wirtschaft auch in diesem Bereich zu sichern", begrüßte die oberbayerische CSU-Europaabgeordnete und Vorsitzende des Industrieausschusses im Europäischen Parlament, Angelika Niebler, die Vertreter aus dem Biotech-Cluster in Martinsried. Biotechnologie biete Lösungen für eine Reihe drängender Probleme unserer Zeit. Sie unterstrich, dass beispielsweise ohne Biokraftstoffe der zweiten Generation die ehrgeizigen Ziele, Europas Abhängigkeit von Energieimporten und die stetig steigenden CO2-Belastungen zu reduzieren, nicht erreicht werden können. Biotechnologie sei nachhaltig. Niebler wies außerdem darauf hin, dass Europa die Biotechnologieforschung mit fast 2 Milliarden Euro bis zum Jahr 2013 unterstütze. Notwendig ist hier nach ihren Worten ein kohärenter Ansatz der EU und der Mitgliedstaaten, um die Biotechnologieforschung besser aufeinander abzustimmen. "Es geht uns dabei nicht in erster Linie um die finanzielle Förderung durch Europa. Der Mehrwert liegt in der Zusammenarbeit der Forscher. Nur so entstehen neue Netzwerke, die wir brauchen, um Europa als Forschungsstandort fit für die Zukunft zu machen", hob sie die Bedeutung europäischer Netzwerke hervor. Ziel sei der Aufbau eines europäischen Forschungsraums, der die transnationale projektbezogene Kooperation im Blick habe. In diesem Zusammenhang kommt aus Sicht des Europäischen Parlaments der gezielten Zusammenführung von Wissenschaft und Unternehmen eine echte Priorität zu. Das Entstehen von Clustern in Martinsried ist für Angelika Niebler ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. |