Dezember 2008

In eigener Sache

Liebe Leserinnen und Leser,

für Ihre Treue zu Europa-Telegramm und Newsletter sage ich Ihnen und Ihren Familien ein herzliches Dankeschön. Ich hoffe, dass ich Sie auch dieses Jahr wieder mit viel Lesespaß und wissenswerten Informationen versorgen konnte. Wie immer gilt: Nachlesen, was in den vergangenen Monaten Spannendes passiert ist, können Sie jederzeit auf meiner Homepage.

Außerdem habe ich noch eine persönliche Bitte an Sie. Das kommende Jahr verspricht viele spannende Entscheidungen. Die europäischen Finanzmärkte sollen neu geregelt werden, die Europäische Kommission wird neu aufgestellt, Irland hält ein zweites Referendum über den Vertrag von Lissabon ab und last but not least wird das Europäische Parlament neu gewählt. In diesem Zusammenhang würde mich sehr interessieren, welche Themen Ihrer Meinung nach wichtig sind und wie Sie die Zukunft der Europäischen Union sehen. Hier finden Sie einen Fragebogen. Es würde mich sehr freuen, wenn Sie diesen ausfüllen und an mich zurück schicken könnten. Vielen herzlichen Dank für Ihre Mithilfe.

Besinnliche Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht Ihnen
Ihre Europaabgeordnete

Dr. Angelika Niebler, MdEP

Aktuelles aus Europa

Europäisches Parlament verabschiedet Klima- und Energiepaket - Kompromiss lässt noch Fragen offen

Nach einem nur elf Monate dauernden Gesetzgebungsverfahren stimmte das Europäische Parlament am Mittwoch in Straßburg dem europäischen Klima- und Energiepaket zu. Das Paket soll sicherstellen, dass die Europäische Union ihre ambitionierten Klimaziele bis 2020 erreicht. Wesentliche Punkte des Pakets sind der Ausbau der erneuerbaren Energien, die Förderung der CO2-Speicherung und die Reduzierung des Treibhausgasausstoßes durch das europäische Emissionshandelssystem und die Regulierung der CO2-Emissionen von Kraftfahrzeugen.
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Spielzeug soll sicherer werden - Europäisches Parlament und Rat sind sich einig

Unter den europäischen Weihnachtsbäumen soll in Zukunft nur sicheres Spielzeug ohne gefährliche chemische Stoffe, Schwermetalle und Allergien auslösende Duftstoffe liegen. Strengere Vorschriften sollen auch für Einzelteile gelten, die Kleinkinder verschlucken können. Darauf einigten sich Ministerrat und Europäisches Parlament im Rahmen der Verhandlungen über eine Neufassung der Richtlinie über die Sicherheit von Kinderspielzeugen.
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Europäisches Parlament verleiht Sacharow-Preis an Hu Jia

Ein leerer Stuhl versinnbildlichte die Abwesenheit des inhaftierten chinesischen Menschenrechtlers Hu Jia bei der Verleihung des Sacharow-Preises des Europäischen Parlaments in Straßburg. Die Standing Ovations der Europaabgeordneten konnte der Preisträger nicht hören und es ist ungewiss, ob er den Preis je persönlich in den Händen halten wird. Seine Frau, Zeng Jinyan, übermittelte in seinem Namen eine Videobotschaft, in der sie sich für den Preis bedankte und ankündigte, ihn für eine Stiftung zugunsten der Angehörigen von Bürgerrechtlern zu verwenden. Auch sie selbst konnte nicht persönlich an der Verleihung teilnehmen, da sie die chinesischen Behörden unter Hausarrest gestellt haben. Ihr war sogar von den chinesischen Gefängniswärtern verboten worden, mit ihrem Mann über den Sacharow-Preis zu sprechen.
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Die "Köpfe hinter den Nachrichten"

Tenzin Gyatso - "Einer unter sechs Milliarden Menschen"

Er sei ein einfacher Mensch, "nur einer unter sechs Milliarden Menschen" sagte Tenzin Gyatso in seiner Rede vor dem Plenum des Europäischen Parlaments. Im Rahmen des Europäischen Jahrs des interkulturellen Dialogs sprach der Mönch und 14. Dalai Lama zu den Europaabgeordneten über die Lage der Tibeter und sein unermüdliches Bestreben, das tibetische Volk aus der Unterdrückung durch die chinesische Regierung zu befreien. Jeder Mensch, egal welcher Herkunft oder Hautfarbe, welcher Religion und welchen sozialen Status, wolle vor allem glücklich und gut leben. Nicht mehr und nicht weniger verlangt das religiöse Oberhaupt der Tibeter von der Volksrepublik China - und setzt sich dabei für einen friedfertigen, konstruktiven und mitfühlenden Dialog aller Menschen ein.

Tenzin Gyatso ist der Mönchsname des Dalai Lama. Geboren wurde er am 6. Juli 1935 unter dem Namen Lhamo Dhondrub im Nordosten Tibets als Sohn einer Bauernfamilie. Im Alter von fast zwei Jahren wurde er von zwei Mönchen entdeckt, die ihn als die Wiedergeburt seines 1933 verstorbenen Vorgängers Thub-Idan-rgya-mtsho erkannten. Im Alter von nur vier Jahren wurde er daraufhin am 22. Februar 1949 als 14. Dalai Lama inthronisiert. Während des Tibetaufstands am 17. März 1959 musste Tenzin Gyatso in das indische Exil fliehen, wo er sich seitdem aufhält. Er setzt sich weiterhin für mehr Autonomie Tibets innerhalb der Volksrepublik China ein, welche seine Bestrebungen jedoch als Separatismus ansieht. Am 10. März 1963 verkündete der Dalai Lama eine tibetische Exilregierung, die ihn seitdem als Staatsoberhaupt betrachtet. Für seine Bemühungen, mit friedlichen Mitteln die Lage in Tibet zu verbessern, wurde ihm 1989 der Friedensnobelpreis verliehen.

Zu Besuch in Europa

Caritas-Besucher schlüpfen in die Rolle von Abgeordneten

Im vergangenen Jahr ließ sich die oberbayerische CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler die Gelegenheit nicht nehmen, den ambulanten Pflegedienst des Caritas-Zentrums in Fürstenfeldbruck im Rahmen eines "Rollentauschs" einen Vormittag lang zu begleiten. Nun traten Claudia Ramminger, Leiterin des Caritas-Zentrums Fürstenfeldbruck, Silvia Dörr, Pflegeleiterin, und Susanne Thaler, Leiterin eines Caritas-Cafés in Fürstenfeldbruck den Gegenbesuch in Brüssel an und erlebten die Arbeit der Europaabgeordneten zwei Tage lang hautnah mit.
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Surftipps

Die Bildungssysteme der EU auf einen Klick

Was tun, wenn man in England studieren will, aber über die Insel-Unis fast gar nichts weiß? Oder wenn einem der Pädagogik-Dozent plötzlich ein Referat über Sonderschulen in Liechtenstein aufdrückt? Oder wenn der Lehrstuhl-Assistent eine Hausarbeit über Fremdsprachen in Europas Schulen stellt? Alle nötigen Informationen, die man für die Beantwortung solcher Fragen braucht, finden sich im Informationsnetzwerk "Eurydice", das schon so manchen Studenten aus dem Infodilemma gerettet hat.

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