10 Jahre Euro - auch in Krisenzeiten stark

Zusammen mit der Slowakei sind es nun schon sechzehn EU-Mitgliedstaaten, in denen die Bürger der Europäischen Union mit dem Euro bezahlen können. Am selben Tag, an dem die Slowaken das europäische Zahlungsmittel einführten - dem 1. Januar 2009 -, wurde die Währung zehn Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch, Euro! In einer feierlichen Sitzung in Straßburg würdigten die Abgeordneten des Europäischen Parlaments die herausragende Bedeutung des Euros für die europäische Integration.

"Zehn Jahre Euro - das sind zehn Jahre Stabilität und Vertrauen in die Gemeinschaftswährung. Diese Entwicklung hat Europa gut getan", so die oberbayerische CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler anlässlich der Feierstunde im Europäischen Parlament. Die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzkrise sei ein hervorragendes Beispiel dafür. "Hätten wir den Euro nicht, wären viele große Volkswirtschaften der Euro-Zone Währungsspekulationen mit unkalkulierbaren Folgen ausgesetzt. Das kann man nicht hoch genug einschätzen - gerade im Hinblick auf ein exportorientiertes Land wie Deutschland", so Niebler weiter. Selbst bei den "Euro"-skeptischen Briten scheine in den vergangenen Wochen der Widerstand gegen die Einführung des Euros deutlich gesunken zu sein.

"So lange der Kopf der Queen auf britischen Münzen ist, ist die Einführung des Euro im Vereinigten Euro unwahrscheinlich", erklärte dazu ein Redakteur der britischen Financial Times, der als Experte eingeladen war, an der Parlamentsdebatte teilzunehmen. Aber immerhin: "Es gab bereits einmal in der Geschichte einen König Charles, der seinen Kopf verlor", fügte er schmunzelnd hinzu.