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EU plant Eröffnung eines Europäischen Hauses der Geschichte
Wussten Sie, dass der Europatag am 9. Mai gefeiert wird? Und haben Sie schon mal was von den Römischen Verträgen gehört? Vielleicht interessiert Sie das ja auch gar nicht, aber mitunter werden Sie schon bald neugierig darauf gemacht. Denn in naher Zukunft wird ein "Europäisches Haus der Geschichte" in Brüssel seine Pforten öffnen. Das Europäische Parlament hat das ehrgeizige Projekt, das Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering eigens vor rund zwei Jahren angestoßen hatte, zum Jahreswechsel abgesegnet. Statt trockener Daten soll es in dem Museum Historie zum Anfassen geben - ähnlich wie im Bonner Haus der Geschichte. Prominente sollen hier ebenso zu Wort kommen wie Bürger. Möglich sind neben einer Dauerausstellung und einem Info-Zentrum auch Aktionen in den 27 EU-Mitgliedstaaten. Ein geeignetes Gebäude im Brüsseler EU-Viertel ist bereits gefunden, schon in vier Jahren könnte das Haus eröffnet werden - und damit u.a. Arbeitsmöglichkeiten für europabegeisterte Studierende und junge Wissenschaftler geschaffen werden. Die Experten, die mit der Planung für das Haus befasst sind, sind sich darüber einig, dass das 20. Jahrhundert im Mittelpunkt stehen soll - vor allem die Zeit vom Ersten Weltkrieg bis zum Ende des Kalten Krieges. Dabei soll vor allem die Gründung der Europäischen Union eine große Rolle spielen. Aber auch die gemeinsamen Wurzeln der Europäer sollen ausführlich beleuchtet werden: das Christentum, die Antike und die geistigen Strömungen bis zur Gegenwart, die lateinische Sprache und ihre Weiterentwicklung. "Die Idee, die hinter diesem Projekt steckt ist einfach aber genial", erklärt die oberbayerische CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler. "Die Besucher des Museums sollen erkennen, dass wir viel mehr Gemeinsamkeiten haben, als wir denken. Trotz der nationalen Unterschiede gibt es auch eine europäische Identität, die sich in unserer gemeinsamen Erfahrung der Vergangenheit widerspiegelt. Was wir als Europaabgeordnete in unserer alltäglichen Arbeit erfahren, wird damit bald auch Realität für viele Besucher Brüssels." |