Zehn Punkte für Frühgeborene - Angelika Niebler nimmt Forderungskatalog an die EU entgegen

Kinder, die krank zur Welt kommen und besonders solche, die zu früh geboren werden, sind trotz des großen medizinischen Fortschritts der vergangenen Jahre eine große Herausforderung für das öffentliche Gesundheitswesen. Obwohl zehn Prozent aller Kinder zu früh geboren werden und damit einem hohen Risiko für spätere Entwicklungsstörungen ausgesetzt sind, findet dies in der staatlichen und privaten Forschungsförderung kaum Beachtung. Um auch die europäische Ebene, die zahlreiche Forschungsmittel vergibt, auf diese Problematik aufmerksam zu machen, überreichte die European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) der oberbayerischen CSU-Europaabgeordneten Angelika Niebler einen Forderungskatalog mehrerer europäischer Elternverbände zur besseren Behandlung von frühgeborenen und neugeborenen Kindern mit Erkrankungen.

Die geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Dachorganisation der europäischen Elternverbände von Frühgeborenen und Neugeborenen mit Erkrankungen EFCNI, Silke Mader, die den Forderungskatalog in Vaterstetten überreichte, erläuterte dabei: "Rund zehn Prozent aller Neugeborenen kommen zu früh zur Welt. Sie stellen die größte Kinderpatientengruppe dar. Leider erhalten sie nicht die Aufmerksamkeit, die ihnen zusteht. Daher fordern wir für Europa einheitliche Maßnahmen, um die Zahl der Frühgeburten zu verringern und den frühgeborenen Kindern die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie benötigen." Die European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) ist ein Netzwerk für Betroffene, aber auch ein Forum für Wissenschaftler, um die Situation der Versorgung von Frühgeburten und kranken Neugeborenen langfristig zu verbessern. Ziel ist es, für die größte Kinderpatientengruppe Europas mehr Aufmerksamkeit zu widmen und eine eigene Lobby zu schaffen.

"Ich freue mich, dass sich eine in Bayern ansässige gemeinnützige Stiftung dieses Themas annimmt. Als Mutter kann ich diese 10-Punkte-Forderungen vorbehaltlos unterstützen und werde versuchen diese auch auf europäischer Ebene einzubringen", so Niebler abschließend.