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Ukraine drängt mit Macht in die EU
Der Staatspräsident
der Ukraine Viktor Juschtschenko hat vor dem Europaparlament
in Straßburg eine baldige Aufnahme der Verhandlungen
über einen Beitritt der Ukraine in die Europäische
Union gefordert. Schon für 2007 will der Staatschef
die Beitrittsverhandlungen beginnen. In seiner Rede, die
er vor dem bis auf den letzten Platz gefüllten Plenarsaal
des Europäischen Parlaments in Straßburg am
23. Februar hielt, betonte er, dass die momentan von der
EU gerade vorgestellte Europäische Nachbarschaftspolitik
gegenüber der Ukraine überholt sei und es Zeit
wäre, einen Schritt weiter zu gehen.
Der Wunsch der Ukraine, in die Europäische Union
aufgenommen zu werden, wirft wieder einmal die Frage nach
den Grenzen Europas auf. Denn kann es sein, dass die Türkei,
welche weder geographisch noch kulturell zum europäischen
Kulturkreis gehört, in die Union aufgenommen wird
und die Ukraine nicht? Nichtsdestotrotz würde eine
baldige Aufnahme der Ukraine die Integrationskraft der
Gemeinschaft sprengen.
Momentan ist es am Wichtigsten,
das Land an die Europäische Union heranzuführen.
Dazu soll der von der EU-Außenkommissarin Benita
Ferrero-Waldner vorgestellte und vom Rat soeben verabschiedete
10-Punkte-Plan für die Ukraine dienen. Im Rahmen
dieses Plans wird der Ausbau der Zusammenarbeit im Bereich
der europäischen Sicherheitspolitik gefördert
sowie die Einrichtung einer Freihandelszone EU-Ukraine,
der WTO-Beitritt der Ukraine und die verstärkte Angleichung
von Gesetzen.
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