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Zwangsumtausch von Führerscheinen
Künftig müssen
alle Autofahrer in der Europäischen Union ihre Führerscheine
umtauschen. Dies hat eine rot-grüne Mehrheit im Europaparlament
in der ersten Lesung zur sog. Führerscheinrichtlinie
entschieden.
Die CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament lehnt
den Zwangsumtausch der Führerscheine ab und wird
sich in der 2. Lesung für eine vernünftige Lösung
einsetzen, die die Bürger nicht zusätzlich belastet.
Für die Bürgerinnen und Bürger entstehen
durch den Zwangsumtausch zusätzliche Kosten, da alte
Führerschein innerhalb der nächsten 10 Jahre
in ein neues, EU-einheitliches Modell umgetauscht werden
müssen. Für Besitzer des neuen Führerscheins
gilt eine Umtauschfrist von 20 Jahren. Außerdem
muss der neue EU-Führerschein dann alle 10 Jahre
erneuert werden.
Wenigstens der Vorschlag,
den Führerschein für Autofahrer ab 65 Jahren
auf 5 Jahre Laufzeit zu beschränken, wurde von den
Europaabgeordneten abgelehnt. Angelika Niebler hofft jetzt
auf eine vernünftige Entscheidung der Mitgliedsstaaten
im Ministerrat und appelliert an die Bundesregierung,
sich im Interesse der Bürgerinnen und Bürger
gegen eine Bürokratisierung des Führerscheins
einzusetzen. Allerdings hat auch das Europaparlament noch
eine Chance, die Entscheidung rückgängig zu
machen, wenn in der 2. Lesung nochmals über die Führerscheinregelungen
abgestimmt wird.
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