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"Die Wissenschaft fordert mehr Wettbewerb!" - Angelika Niebler ist Schirmherrin einer Ausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Brüssel

Um der deutschen und europäischen Wissenschaft international wieder mehr Ansehen zu verschaffen und den sog. "brain drain" der besten Köpfe Europas ins Ausland zu vermeiden, ist es unabdingbar, mehr Wettbewerb zwischen den einzelnen Wissensinstitutionen zu erlangen. Dies war die Quintessenz der Auftaktveranstaltung einer Ausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit dem Titel "Crossing Borders - Research in the Heart of Europe", die gegenwärtig unter der Schirmherrschaft von Angelika Niebler im Europäischen Parlament in Brüssel läuft.

Man sei jetzt bei der Forschungsförderung an einem entscheidenden Punkt angekommen, betonte EU-Forschungskommissar Dr. Janez Potocnik in seinem Grußwort für die Veranstaltung. "Wenn es die Europäische Union ernst meint mit der Stärkung ihrer Wirtschaftskraft im Rahmen der "Lissabon-Strategie", müssen auch die entsprechenden Finanzmittel dafür zur Verfügung gestellt werden.

In der anschließenden Diskussion, an der unter Leitung der Wissenschaftsredakteurin der Süddeutschen Zeitung Dr. Jeanne Rubner neben DFG-Präsident Prof. Ernst-Ludwig Winnacker der Physiker Prof. Emanuel Bloch aus Mainz, Prof. Martin Lohse von der Universität Würzburg sowie die Neurobiologin Prof. Hannah Monyer und die Germanistin Dr. Sandra Pott teilnahmen, wurde deutlich, dass die Wissenschaft neben ausreichenden finanziellen Mitteln vor allem einen regen innereuropäischen Wettbewerb benötigt, um so im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.

DFG-Präsident Winnacker sprach sich für die Einrichtung eines Europäischen Forschungsrats als innovativste Maßnahme in der europäischen Forschungspolitik aus und wurde darin von seinen Kollegen unterstützt. Die Wissenschaftler waren sich einig, dass ein Europäischer Forschungsrat den besten Forschern Europas eine nützliche und auch notwendige Plattform auf europäischer Ebene bieten kann, die einen gesunden Wettbewerb und somit eine Sicherung der Forschungsqualität gewährleistet. Aus diesem Grund will sich Angelika Niebler als Mitglied des Forschungsausschusses des Europäischen Parlamentes dafür einsetzen, dass das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm so organisiert wird, dass bei der Vergabe von Fördermitteln künftig mehr "wissenschaftliche Exzellenz" als Kriterium herangezogen wird.