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Wirbel um Rundfunkgebühren - Europäische Kommission überprüft die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland
Vor einigen Wochen erreichte
die Vertreter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
der seit langer Zeit erwartete "blaue Brief"
aus Brüssel. Die Europäische Kommission hat
mit diesem "blauen Brief" mehrere Beihilfeverfahren
eingeleitet, bei denen die gebührenabhängige
Finanzierung des öffentlichen Rundfunks in Deutschland
auf den Prüfstand gestellt wird.
Zur Diskussion steht neben den Internetaktivitäten
und neuen Mobilfunkdiensten von ARD und ZDF auch die Frage,
ob und zu welchen Konditionen öffentlich-rechtliche
Sender über Gebühren Rechte an Großereignissen
im Sportbereich erwerben dürfen. Private Sender argwöhnen
hier eine Verzerrung des Wettbewerbs.
Um mögliche Konsequenzen der laufenden Verfahren
ging es daher bei einer medienpolitischen Konferenz in
der Bayerischen Landesvertretung in Brüssel. Teilnehmer
der hochrangig besetzten Diskussionsrunde waren neben
den Mitgliedern der Rundfunkräte der ARD-Anstalten,
auch der WDR-Intendant Fritz Pleitgen.
Gemeinsam mit den Bundesländern
muss die Bundesregierung nun den öffentlich-rechtlichen
Programmauftrag im Einklang mit den europäischen
Wettbewerbsvorschriften präzisieren. Mehr Transparenz
bei der Verwendung der Gebühren ist im Interesse
der Bürger. Dabei muss jedoch klar sein, dass das
letzte Wort in Sachen öffentlicher Rundfunk nicht
bei der Kommission, sondern den Mitgliedstaaten und damit
in Deutschland bei den Bundesländern liegt.
Die offizielle Pressemitteilung der Kommission können
Sie unter folgendem Link nachlesen:
http://europa.eu.int/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/05/250&format=HTML&aged=
0&language=DE&guiLanguage=en
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