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Gleichstellung der Geschlechter in den neuen Mitgliedsstaaten

Die Gleichstellungspolitik in Europa trifft in den einzelnen Mitgliedsstaaten auf sehr unterschiedliche Ausgangsbedingungen, daran hat auch der Beitritt der 10 neuen Mitgliedsländer wenig geändert. Zu diesem Resümee kam Angelika Niebler bei einer Konferenz der Akademie für Politische Bildung in Tutzing zum Thema "Ein Jahr EU-Osterweiterung".

In einer Analyse zu den neuesten Entwicklungen der Gleichstellungspolitik in den neuen Mitgliedsstaaten machte sie als Mitglied im Frauenausschuss des Europäischen Parlaments klar, dass die Rolle der Frau in den alten EU-Mitgliedsstaaten ähnlich uneinheitlich sei wie in den neuen Mitgliedsstaaten. Während zum Beispiel in Polen oder Tschechien eine relativ hohe Frauenbeschäftigungsquote herrscht, ist diese in Zypern und Malta sehr gering. Auch der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen ist in den neuen Mitgliedsstaaten unterschiedlich stark ausgeprägt. In Zypern und Estland beträgt der Unterschied fast 25%. In Slowenien und Polen sind es "nur" etwa 15%. Dagegen ist in allen neuen Mitgliedsstaaten wie in den 15 Ländern der EU vor der Osterweiterung, der Bildungsgrad der Frauen im Durchschnitt um ein paar Prozentpunkte höher als der der Männer.