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Weichmacher in Kinderspielzeug werden verboten

Das Europäische Parlament verabschiedete in zweiter Lesung den Richtlinienvorschlag zum Verbot von bestimmten Weichmachern (so genannte Phtalate) für Kunststoffe bei Kinderspielzeug und Babyartikeln. Anders als Sozialdemokraten und Grüne gefordert hatten, lehnte das Parlament ein vollständiges Verbot aller Weichmacher ab und genehmigte die Benutzung von Phthalaten in Spielzeugen, die nicht von Kindern in den Mund genommen werden können.

Damit sind die Weichmacher DEHP, DBP und BBP der neuen Richtlinie entsprechend in allen Spielzeugen und Babyartikeln verboten. Diese Stoffe gefährden nach wissenschaftlichen Erkenntnissen die Fähigkeit zur Fortpflanzung. Auch dürfen die Phthalate, die in Verdacht stehen, bei längerer Berührung mit der menschlichen Schleimhaut krebserregend zu sein (DINP, DIDP und DNOP), nun nicht mehr in solchen Spielzeugen und Babyartikeln verwendet werden, die von Kindern in den Mund genommen werden können.

Die Mitgliedsstaaten müssen der Richtlinie noch zustimmen. Da sie sich aber mit dem Parlament zuvor auf den jetzt abgestimmten Kompromiss verständigt hatten, wird diese Zustimmung nur noch als Formsache betrachtet. Das Thema wird allerdings erst nach der Sommerpause auf der Tagesordnung des Rates stehen.