|
|
|
November 2009/3 Das Öko-Label
der EU – zukünftig Kennzeichnung für alle Energie verbrauchenden Produkte Und täglich grüßt die Glühlampe… denn nicht
nur sie bekam den Energiesparstempel der EU verpasst. Die
Ökodesign-Richtlinie, auf die die Effizienzstandards für Leuchtmittel
zurückgehen, legt außerdem fest, welche Höchstverbrauchswerte Fernseher,
Kühl- und Gefrierschränke und andere Elektrogeräte aufweisen dürfen. Außerdem
wird der Stromverbrauch von neuen Haushalts- und Bürogeräten im Stand-by-Modus ab Januar 2010 auf maximal zwei Watt
gedrosselt. Vertreter des Europäischen Parlaments und
der EU-Mitgliedstaaten einigten sich nun auch auf Standards für die
Etikettierung von Energie verbrauchenden Produkten wie Netzteile, Boiler oder
Umwälzpumpen. Auch Produkte wie Fenster und Dämmstoffe, die selbst keine
Energie verbrauchen, aber für den Energieverbrauch eine Rolle spielen,
erhalten zukünftig EU-Noten, die von „A“ (beste Effizienzklasse) bis „G“
(schlechtester Verbrauchswert) reichen. Für Elektrogeräte wie Waschmaschinen und
Fernseher sollen hingegen neue Klassifizierungen eingeführt werden, die für
Kühl- und Gefriergeräte schon länger gelten: „A+“ und „A++“. Hinzu kommt
außerdem die Kategorie „A+++“, bei deren Anwendung die Skala nur noch bis zum
„D“ herabreicht. Daraus ergeben sich insgesamt vier verschiedene Skalen: „A“
bis „G“, „A+“ bis „F“, „A++“ bis „E“ und „A+++“ bis „D“. Klingt verwirrend? Als Verbraucher sollte
man sich von den vier verschiedenen Skalen nicht irritieren lassen. Als
Faustformel gilt: je grüner, desto effizienter. Geräte, die im roten oder
orangefarbenen Bereich angesiedelt sind, sollten schon allein dem Geldbeutel
zuliebe ein „No go“ sein. Denn es lohnt sich, neben
den Anschaffungskosten auch die Folgekosten, die durch den Stromverbrauch
entstehen, zu kalkulieren. Im Zweifelsfall wird dafür auf den Etiketten auch
immer der tatsächliche Verbrauchswert in Kilowattstunden angegeben. Dabei
wird schnell deutlich, welche Geräte tatsächlich effizient sind und welche
enormen Unterschiede selbst zwischen beispielsweise „A++“ und „A“ bestehen. Als Plus für den Verbraucherschutz ist auch
zu werten, dass bei Produktwerbung künftig die Energieeffizienzklasse
aufgeführt sein muss, wenn mit technischen Eigenschaften oder dem Preis
geworben wird. Die zusätzlichen Klassen „A+“ bis „A+++“ versprechen zudem
mehr Flexibilität nach oben für die besonders energiesparsamen Geräte. Da Energieeffizienz immer mehr zum
entscheidenden Kriterium für die Kaufentscheidung wird, wurde auch dafür
gesorgt, dass die Skala mit der Zeit angepasst wird. Weil die Hersteller
immer effizientere Geräte auf den Markt bringen, soll in Zukunft die
Herabstufung weniger effizienter Produkte möglich sein. Das war in der
Vergangenheit nicht der Fall, so dass derzeit beispielsweise mehr als 90 Prozent
aller Waschmaschinen in eine der A-Klassen fällt. Die nun vereinbarte Lösung
sieht vor, dass zu dem Zeitpunkt, zu dem eine bestimmte Anzahl Geräte die
Bestnote A+++ übertrifft, alle anderen Geräte heruntergestuft wird, so dass
die Skala wieder „passt“. Haben Sie zu diesem
Thema Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir bitte! Mehr Informationen zu
diesem Themenkomplex finden Sie auf der folgenden Seite im Internet: Verbraucherinfos zum Öko-Label: http://www.stromeffizienz.de/eu-label/eu-label-in-der-uebersicht.html |
|
Impressum Herausgeberin: Dr. Angelika Niebler,
MdEP Bürgerbüro: CSU-Kreisgeschäftsstelle Münchener Straße 2 85560 Ebersberg Telefon: (08092) 86
57 70 Telefax: (08092) 25
69 20 E-Mail: info@angelika-niebler.de Internet: www.angelika-niebler.de |