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Dezember 2011/2 Jahresrückblick 2011 Nur noch drei Tage bis Weihnachten. Mal ehrlich: haben Sie
schon alle Geschenke besorgt? Die Plätzchen gebacken, die sie backen wollten?
Einen Tannenbaum gekauft? Kochrezepte durchgeblättert, mit denen Sie Ihre
Lieben an den Feiertagen verwöhnen? Die Wohnung geputzt und geschmückt? Oder fragen
Sie sich auch, wo eigentlich die ganze Zeit geblieben ist? Schon wieder ist ein Jahr wie im Flug vergangen und es
wird höchste Zeit, inne zu halten und einen Blick zurückzuwerfen auf das, was
war. Denn auch dieses Jahr ist wieder Vieles passiert, das die Europäische
Union nachhaltig beeinflusst hat und sie stellenweise – auch in der
Wahrnehmung ihrer Bürger – verändern wird. Das Jahr begann mit gleich mehreren Paukenschlägen auf dem
internationalen Parkett. Was Mitte Dezember mit Protesten in Tunesien begann,
breitete sich wie ein Sturm in der arabischen Welt aus, der mittlerweile als
Arabischer Frühling bekannt ist. In etlichen Staaten im Nahen Osten und
Nordafrika kam es zu Umstürzen, die leider nicht immer unblutig abliefen. Bemerkenswert
dabei: Das Europäische Parlament war die erste internationale Institution,
die den Revolutionären öffentlich seine Unterstützung signalisiert hat. Ein weiteres Zeichen setzte das Europäische Parlament vor einigen
Tagen mit der Verleihung des Sacharow-Preises „für die Freiheit des Geistes“
an fünf Aktivisten aus Ägypten, Syrien, Libyen und Tunesien. Die Abgeordneten
würdigten damit den Kampf der Revolutionäre für Freiheit und politischen
Wandel. Ein weiterer Paukenschlag traf uns im März, als es im
japanischen Atomkraftwerk Fukushima zur schlimmsten
atomaren Katastrophe seit der Explosion des Kernreaktors in Tschernobyl kam. Mit
dem Ausstieg aus der Kernenergie hat Deutschland in meinen Augen die einzig
richtige und logische Konsequenz aus den Vorkommnissen in Japan gezogen. Das
Bekenntnis zur Energiewende – die
Abkehr von Kernenergie und Energie aus fossilen Brennstoffen – sollte aus
umwelt-, klima- und sicherheitspolitischen Gründen Vorbild sein für unser Handeln.
Dabei sollten wir Deutsche mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, dass
selbst ein hochentwickeltes Industrieland auch ohne Kernkraft auskommen kann.
Nach jüngsten Meldungen sind wir hierbei auf einem guten Weg: der Anteil der
erneuerbaren Energien am Strommix stieg in diesem Jahr auf fast 20 Prozent. Eine traurige Nachricht erreichte uns im Juli. Eine
großartige Persönlichkeit, der Europa und die CSU viel zu verdanken haben,
ging von uns: Otto von Habsburg starb am 4. Juli im stolzen Alter von 98
Jahren. Er galt als der letzte große Baumeister der europäischen Einigung aus
der Pionier-Generation. In seinem jahrzehntelangen Einsatz für die politische
Einigung Europas trug er entscheidend dazu bei, den Eisernen Vorhang
niederzureißen und setzte sich zwanzig Jahre lang im Europäischen Parlament
für einen starken supranationalen Bund ein. Zuletzt noch ein Blick auf ein Thema, das uns das ganze
Jahr über begleitet hat: die Finanzkrise. An ihr zeigt sich, dass der
europäische Zusammenhalt funktioniert. Hätten wir auch nur ein Euroland in
den Staatsbankrott gehen lassen, hätte das die Grundfesten der Europäischen
Union bröckeln lassen. Mit dem Ziel fest im Auge, eine Stabilitätskultur für
den Euro zu schaffen, hat unsere Bundeskanzlerin das erreicht, was uns
letztendlich den Weg aus der Krise weisen wird: Es wird Vertragsänderungen
geben, um den Ländern, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben, künftig
stärker auf die Finger klopfen zu können. Deutschland hat in der Europäischen
Union in dieser Krisensituation eine starke Führungsrolle übernommen und das
ist auch gut so. Liebe
Leserinnen und Leser, gerade
weil das Jahr 2011 aus europapolitischer Sicht durchwachsen und nicht nur von
positiven Nachrichten gekennzeichnet war, lohnt sich ein hoffnungsvoller
Blick in die Zukunft. Für 2012 wünsche ich mir, dass wir gemeinsam einen Weg
aus der Krise herausfinden. Das wird nur durch die konsequente Einhaltung der
Stabilitätskriterien und den Schuldenabbau möglich sein – mit dieser Einstellung,
die auch die deutsche Bundesregierung vertritt, befinden wir uns auf dem
richtigen Weg. Ihnen
und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und die besten Wünsche für
das neue Jahr, verbunden mit einem Dankeschön für Ihre Treue zu unserem
Europa-Telegramm und Newsletter. Ihre
Europaabgeordnete Dr.
Angelika Niebler, MdEP Haben Sie zu diesem Thema Fragen oder Anregungen? Dann
schreiben Sie mir bitte! Mehr Informationen zu diesem
Themenkomplex finden Sie auf den folgenden Seiten im Internet: Archiv der Europa-Telegramme von
Angelika Niebler: http://www.angelika-niebler.de/htm/telegrammarchiv.htm Newsletter-Archiv von Angelika Niebler: http://www.angelika-niebler.de/htm/newsletterarchiv.htm |
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