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März 2007/ 1 |
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Vorfahrt für die
Forschung in der Europäischen Union – Gründung des Europäischen
Forschungsrates In der europäischen
Forschungsförderung werden künftig neue Akzente gesetzt. In dieser Woche fand
die offizielle Auftaktveranstaltung zur Gründung des Europäischen
Forschungsrates (ERC) in Berlin statt, der einen Meilenstein in der
europäischen Grundlagenforschung setzt.
Dafür gibt es eine Reihe von
Indikatoren: So steht zum ersten Mal ein Etat von über 1 Milliarde Euro pro
Jahr zur Verfügung, für dessen Vergabe sich jetzt der Europäische
Forschungsrat verantwortlich zeichnet. Das sind immerhin 15% der
Gesamtforschungsausgaben der Europäischen Union. Vor allem aber wird der ERC eine empfindliche Lücke in
der europäischen Forschungsförderung schließen. Denn er stellt einen
europäischen Vergleichsmaßstab her, der es den Forschern erlaubt, die
Vorzüge, aber auch die Schwächen der eigenen Forschung zu erkennen. Das ist
ein Novum und schafft einen bisher bei der Grundlagenforschung nicht
gekannten Wettbewerb in der europäischen Forschungsförderung. Dieser
Wettbewerbseffekt ist jedoch notwendig und gewollt, wenn wir Europa als
Standort für Spitzenforschung ausbauen wollen. Grundlagenforschung ist wesentlich für die Entwicklung
neuer Technologien. Viele Erfindungen sind "unbeabsichtigte
Abfallprodukte" der Grundlagenforschung. Ohne die theoretischen
Grundlagen von Wissenschaftlern wie Max Planck oder Albert Einstein wären
heute alltägliche Dinge wie Digitalkameras oder Laser nicht denkbar. Erster Präsident des Europäischen Forschungsrats ist
der griechische Molekularbiologe Fotis C. Kafatos. ERC-Generalsekretär
ist der ehemalige Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Professor
Ernst-Ludwig Winnacker. Somit ist ein erfahrener
Mann an dieser entscheidenden Position. Denn Vorbild für den Europäischen
Forschungsrat sind nationale Forschungsräte wie etwa die Deutsche
Forschungsgemeinschaft. Das Europäische Parlament hat bei
Beratungen über den Europäischen Forschungsrat eigene Akzente gesetzt. So
soll dem Forschungsrat ein hohes Maß an Autonomie garantiert werden.
Ausgewählte Forscher im wissenschaftlichen Beirat entscheiden selbst über die
Förderung viel versprechender Spitzenprojekte, nicht die Administration der
Kommission oder die Politik Allein die "Exzellenz" eines jeden
Projektes ist dann ausschlaggebend für die Förderung. Das Europäische Parlament sprach
sich zudem dafür aus, dass die Arbeit des Forschungsrates offen und
transparent erfolgt. Ferner wollte das Parlament sicherstellen, dass das
Budget für Forschungsprojekte verwendet wird und nicht "in die
Verwaltung" geht. Hierzu hat das Europäische Parlament das Budget für
die Verwaltungsausgaben begrenzt. Mit dem Europäischen
Forschungsrat sind wir in Europa auf einem guten Weg zu einer global
wettbewerbsfähigen Grundlagenforschung. Der Forschungsrat hat das notwendige
Potential, um sich zu einem europäischen Erfolgsmodell zu entwickeln! Haben
Sie zu diesem Thema Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir bitte! Mehr
Informationen zu diesem Themenkomplex finden Sie auf folgenden Seiten im
Internet: Link zur Internetseite des Europäischen Forschungsrates: |
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