März 2007/ 2

Klimagipfel - ein Erfolg der deutschen Ratspräsidentschaft

Mit ihrer Entschlossenheit hat Bundeskanzlerin Merkel beim heutigen EU-Gipfel einen äußerst wichtigen Erfolg herbeibeführt - nicht nur für die deutsche Ratspräsidentschaft, sondern vor allem für ein entscheidendes Zukunftsthema. Mit der Einigung der 27 EU-Staats- und Regierungschefs auf gemeinsame klima- und energiepolitischen Ziele bricht nun eine neue Zeitrechnung an.

Der EU-Gipfel hat sich auf ein umfassendes Programm zum Klimaschutz verständigt. So soll der Kohlendioxidausstoß im Vergleich zu 1990 um 20 Prozent bis zum Jahr 2020 gesenkt werden. Der Anteil der Erneuerbaren Energien soll bis dahin im EU-Durchschnitt auf 20 Prozent gesteigert werden. Bei der Erreichung der Zielvorgabe für die Erneuerbaren Energien sollen die nationalen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Die Mitgliedstaaten können weiterhin über ihren nationalen Energiemix selbst bestimmen.

Die Festschreibung der Erhöhung des Anteils ist auch im Interesse Deutschlands, da bei uns der Ausbau Erneuerbarer Energien weit vorangeschritten ist. Deutschland ist hier Weltmarktführer. Darin liegt noch großes Potenzial.

Das verpflichtende Ziel, den Ausbau von Energieträgern wie Sonne, Wind und Wasserkraft von derzeit rund sechs Prozent bis zum Jahr 2020 zu verdreifachen, ist zwar ehrgeizig, aber auch ein notwendiges Signal. Nur so kann die EU weltweit Glaubwürdigkeit demonstrieren und auch Staaten wie die USA und China ebenfalls zu verpflichtenden Klimaschutzzielen bewegen.

Um den Kohlendioxidausstoß so gering wie möglich zu halten, ist eine Kombination von Energiesparen, effizienter Nutzung von Energie und CO2-freier Energieerzeugung sinnvoll.

Am besten ist die Energie, die gar nicht verbraucht wird. Beispiele sind moderne Niedrigenergiehäuser, sparsame Elektrogeräte ohne Stand-by-Modus und sparsamere Autos und Flugzeuge.

In der Energieerzeugung wird es mittelfristig das Zusammenspiel von Erneuerbaren Energien und der Kernkraft hinauslaufen. Letztere darf nicht ungenutzt brachliegen, zumal Europa das beste Know-How und die höchsten Sicherheitsstandards hat.  Eine Renaissance fossiler Brennstoffe bei der Energieerzeugung wäre insbesondere in Schwellenländern eine Katastrophe.

Haben Sie zu diesem Thema Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir bitte!

Mehr Informationen zu diesem Themenkomplex finden Sie auf folgenden Seiten im Internet:

Link zu den Schlussfolgerungen der deutschen Ratspräsidentschaft zum Gipfeltreffen.

http://www.consilium.europa.eu/ueDocs/cms_Data/docs/pressData/de/ec/93139.pdf

 

 

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