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Juni 2007/ 2 |
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Bundeskanzlerin wird EU-Gipfel zum Erfolg führen Freitag, 22.
Juni 2007 - 13.00 Uhr. Zwischenstand zum EU-Gipfel um den Reformvertrag der
Europäischen Union. Man
kann mit vorsichtigem Optimismus dem Ausgang des EU-Gipfels entgegen sehen. Durch
die Vetohaltung einiger Mitgliedstaaten wirkt die Situation momentan zwar verfahren,
dennoch ist zu erwarten, dass letztendlich die Vernunft siegen und Bundeskanzlerin
Angela Merkel die Verhandlungen um den EU-Reformvertrag zum Erfolg führen
wird. Vor Allem
der polnische Staatspräsident Lech Kaczynski und der britische Premierminister
Tony Blair leisten bei den Verhandlungen um den Reformvertrag den größten
Widerstand. Die Bedenken der lange widerstrebenden Niederlande gegen das
EU-Vertragswerk sollen aber weitgehend ausgeräumt sein. Wunsch
der Briten ist es, dass das Vertragswerk, das nun „Reformvertrag“ und nicht
mehr Verfassungsvertrag heißen soll, keinen Verweis mehr auf eine europäische
Flagge oder die europäische Hymne beinhalten soll. Auch fürchten die Briten,
dass durch die Grundrechte in dem Vertragswerk ihr eigenes Recht
"ausgehebelt" wird. Genau
dies wäre aber falsch. Denn es sind gerade die Symbole der Europäischen
Union, die das Potenzial haben, den Menschen die europäische Gemeinschaft näher
zu bringen. Auch
die vorgesehene Grundrechtecharta, in der die
gemeinsamen Werte in der Europäischen Union festgelegt sind, muss
rechtsverbindlich werden und muss sich daher im Reformvertrag finden. Diese im
Reformvertrag nicht zu erwähnen, würde die EU um ein großes Stück ihrer Seele
berauben. Vor Allem
aber die polnischen Forderungen nach einem modifizierten Abstimmungsprinizip
im Rat erschweren die Verhandlungen der Staats- und Regierungschefs in
besonderem Maße. Das von Polen vorgeschlagene sogenannte Quadratwurzelmodel würde die
kleinen und mittleren Staaten unverhältnismäßig bevorteilen.
Obwohl
Polen den anderen Mitgliedsstaaten mit seiner Haltung wenig Spielraum lässt, muss
man den Dialog unbedingt weiterführen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Angela
Merkel und ihre Amtskollegen wollen den Polen Kompromisse vorschlagen, die
für alle Staaten akzeptabel sind. Meine
Prognose ist: es wird eine Regierungskonferenz
zur Erarbeitung eines auf dem Verfassungsvertrag aufbauendem Reformvertrages
einberufen werden. In dieser Regierungskonferenz sollen dann die noch offenen
strittigen Fragen geklärt werden. Wollen wir hoffen, dass die Bundeskanzlerin
das Mandat erhält, in diesem Sinne Bewegung in die festgefahrene Diskussion
um die Grundlagen der Gemeinschaft zu bringen. Eine Reform der Verträge ist
dringen nötig, um eine bessere Transparenz und Handlungsfähigkeit der
erweiterten Gemeinschaft sicherzustellen. Haben Sie zu
diesem Thema Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir bitte! Mehr
Informationen zu diesem Themenkomplex finden Sie auf folgenden Seiten im
Internet: Link zur Internetseite der deutschen
Ratspräsidentschaft, auf der Sie den Ausgang des Gipfels werden verfolgen
können: |
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Herausgeberin: Bürgerbüro: E-Mail: info@angelika-niebler.de |
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