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Sommer-Europa-Telegramm 2007/1 |
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Europäische Union – Garant für
Sicherheit Die
Sicherung des Friedens ist eine der herausragenden Errungenschaften, die der Europäischen
Union zu Recht zugeschrieben werden. Wer hätte vor 50 Jahren in den Anfängen
der EU zu hoffen gewagt, dass Europa einmal ein Symbol des Friedens in der
Welt darstellen würde. Über Jahrhunderte hatte die Kriegserfahrung
das Leben der Menschen in Europa schmerzhaft geprägt. Heute
dagegen steht die Europäische Union für ein einmaliges Friedensprojekt. Das
zeigte sich gerade auch nach dem Ende des Kalten Krieges: Die vormaligen
„Ost-Block-Staaten“ strebten nach ihrer Demokratisierung sehr schnell eine
Mitgliedschaft in der EU an. Probleme werden am Verhandlungstisch gelöst -
und die EU hat wesentlich dazu beigetragen. Um das
sichere Zusammenleben der Menschen in Europa dauerhaft zu gewährleisten, ist
allerdings nicht nur die Sicherung des äußeren Friedens, zu dem die EU einen
wichtigen Beitrag in der Welt leistet wichtig, sondern auch die Wahrung des
inneren Friedens. Hier steht die EU vor immer neuen Herausforderungen: Ein
Europa ohne Binnengrenzen ermöglicht nicht nur seinen Bürgern
uneingeschränkte Freizügigkeit, sondern auch Kriminellen und Terroristen.
Somit darf auch die Verbrechensbekämpfung nicht an nationalen Grenzen halt
machen. Gerade die Terroranschläge von
London und Madrid haben gezeigt, dass der Terrorismus vor Europa nicht halt
macht und diese Bedrohung durch international agierende Gruppen ein einzelner
Staat alleine nicht bewältigen kann. Die EU
intensiviert daher die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten, um
zukünftig Anschläge besser abwehren zu können. Unmittelbar nach den
Terroranschlägen auf das World Trade Center im September 2001 reagierte
Brüssel mit der Verabschiedung eines ersten Aktionsplans zur
Terrorismusbekämpfung. Inzwischen ist dieser seit 2005 in eine europäische
Strategie zur Terrorismusbekämpfung eingebettet. Natürlich muss jede Maßnahme
im einzelnen auf ihre Verhältnismäßigkeit überprüft
werden: Sollen Daten die über das Handy, Internet oder Festnetz übertragen werden überwacht werden?
Unter welchen Voraussetzungen soll dies zulässig sein? Wenn ja, für welchen
Zeitraum ist eine Speicherung solcher Daten erlaubt? Die EU-Innenminister
plädierten hier für mehr Kontrolle, im Europäischen Parlament haben wir uns
für kürzere Speicherzeiträume entschieden.
Auch bei
der organisierten Kriminalität muss die EU
entschlossen vorgehen, um den Schutz ihrer Bürger sicherzustellen. Während
in den vergangenen Jahrzehnten die Kompetenzen für innere Sicherheit fast
ausschließlich auf nationaler Ebene lagen, ist heute die europäische
Zusammenarbeit selbstverständlich geworden; Gleiches gilt für Polizei und
Justiz. Seit 2004 kooperieren die EU-Mitgliedstaaten nach dem „Grundsatz der
Verfügbarkeit", so dass den jeweils für die Strafverfolgung zuständigen
Behörden der Zugang zu den Informationen eines anderen Mitgliedstaats
garantiert ist, falls dies notwendig erscheint. Das
Thema „Sicherheit“ spielt auch bei der Bewältigung der Zuwandererströme aus
Nicht-EU-Staaten eine große Rolle. Es geht darum, die gemeinsame Asyl- und
Zuwanderungspolitik tragfähig zu machen. Das schließt auch Kontrollen an den
Außengrenzen und wirksame Maßnahmen gegen illegale Zuwanderung ein. Ziel ist
es, skrupellose Schleuserbanden und Menschenhändler,
die Geschäfte mit der Not der Schwachen machen, das Handwerk zu legen. Zugleich
ist die EU entschlossen, einer ungebremsten Zuwanderung entgegenzuwirken. Es
ist selbstverständlich, dass politisch
Verfolgte in Europa Zuflucht finden. Die Abertausende von Menschen, die aus
Verzweiflung über Not und Armut fliehen, brauchen Hilfe im eigenen Land. Auch
dafür setzt sich die EU nach Kräften ein, denn Entwicklungshilfe ist heute
mehr denn je eine friedenssichernde Maßnahme, für die sich die EU nachdrücklich
stark macht. Haben Sie zu
diesem Thema Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir bitte! Mehr
Informationen zu diesem Themenkomplex finden Sie auf folgenden Seiten im
Internet: Link
zur Internetseite des Tätigkeitsbereichs der Kommission Justiz, Freiheit und
Sicherheit: |
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Impressum |
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Herausgeberin: Bürgerbüro: E-Mail: info@angelika-niebler.de |
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