Sommer-Europa-Telegramm 2007/5

Bildung und Ausbildung – der Schlüssel für die wirtschaftliche Zukunft Europas

Know-how und Innovationskompetenz sind für die Zukunft der Europäischen Union entscheidende Faktoren ihrer wirtschaftlichen Entwicklung. Gerade im internationalen Wettbewerb, der durch die Globalisierung noch verschärft wird, kommt es darauf an, sich gegen Konkurrenz aus Niedriglohnländern durch erstklassige Qualität und technologischen Fortschritt zu differenzieren. Dafür gibt es angesichts der guten und breit angelegten Ausbildung an europäischen Schulen und Hochschulen eine gute Basis.

Hinzukommen müssen jedoch Erfahrungs- und Zusammenarbeit im europäischen Verbund. Dies beginnt bereits mit dem Schulalter und hört nach Abschluss der (schulischen) Ausbildung noch lange nicht auf. Die EU hat alle Maßnahmen zum Thema Bildung und Ausbildung unter dem Programm "Lebenslanges Lernen"  zusammengefasst.

Bereits Schülern ermöglicht die EU, erste internationale Kontakte zu knüpfen. Seit  1995 fördert die Gemeinschaft die europaweite Zusammenarbeit von Schulen jeglicher Art im Rahmen des „Comenius-Programms“. Schüler und Lehrkräfte können so ein Bewusstsein für die kulturelle  Zusammengehörigkeit entwickeln. Zugleich werden dadurch ihre Aufgeschlossenheit und Toleranz gefördert.

Vor Allem aber während des Studiums bieten sich vielfältige Möglichkeiten, Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Die EU fördert den Austausch von Studierenden schon seit Mitte der 80er Jahre im Rahmen des „Erasmus-Programms“. Bislang haben bereits 1,5 Millionen Studierende und Lehrkräfte davon profitiert. Auf diese Weise ermöglicht die EU vielen Studierenden nicht nur bessere berufliche Zukunftsperspektiven und schafft Rahmenbedingungen für eine grenzüberschreitende wissenschaftliche Kooperation, sondern trägt durch den engen Kontakt vieler verschiedener Nationen zur Integration Europas bei.

Um auch künftig wissenschaftliche Exzellenz in Europa zu sichern,  unterstützt die EU qualifizierte Wissenschaftler in ihrer Ausbildung und fördert ihre Mobilität. Während es früher schwierig war, eine Zeit lang im Ausland zu forschen, hat die EU ihre Förderung heute möglichst zielorientiert und  unbürokratisch ausgerichtet. Das geschieht beispeilsweise durch die Unterstützung der Forscher mit den „Marie-Curie“-Maßnahmen im EU-Forschungsrahmenprogramm. Diese Förderung steht Forschern aller Bereiche und Themen der Forschung und technologischen Entwicklung offen, die unter den EG-Vertrag fallen. Um hier die bestmöglichen Resultate für den Forschungsraum Europa zu erzielen, gibt es nur zwei Auswahlkriterien, die zu erfüllen sind -  die wissenschaftliche Qualität des Projektes und die Exzellenz der Wissenschaftler.

 Auch die Berufsbildung der Bürger gelangt zunehmend in den Fokus der EU. Denn Auslandserfahrung und die Kenntnis internationaler Märkte werden mehr und mehr zu Grundvoraussetzungen für berufliche Weiterentwicklung. Mit dem Ziel, Auszubildenden und Mitarbeitern die Möglichkeit zu eröffnen,  über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg mit anderen Menschen zusammen zu arbeiten, fördert die Europäische Union die berufliche Mobilität von Auszubildenden im Rahmen des Programms „Leonardo“. Auf diese Weise kann nicht nur internationale Berufskompetenz erworben, sondern durch den "Blick über den Tellerrand" der eigene Horizont erweitert werden.

Haben Sie zu diesem Thema Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir bitte!

Mehr Informationen zu diesem Themenkomplex finden Sie auf folgenden Seiten im Internet:

Link zu Informationen über das Programm "Lebenslanges Lernen" auf der Internetseite der Nationalen Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung

http://www.na-bibb.de/lebenslanges_lernen/

 

 

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