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November 2007/ 3 |
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Klimakonferenz auf Bali - Zeit zum
handeln Die Erwartungen sind hoch. Vom
3. bis 14. Dezember trifft sich die Weltgemeinschaft zur UN-Klimakonferenz auf
Bali. Die EU reist mit klaren Zielen im Gepäck an: Sie möchte die
Industrieländer auf ihr ehrgeiziges Ziel einschwören, die Emission von
Treibhausgasen bis 2020 um 30 Prozent zu reduzieren. Dass gehandelt werden muss,
darüber sind sich alle einig, denn der Klimawandel schreitet schneller voran
als befürchtet. Und die Folgen der Erderwärmung sind nicht zu unterschätzen.
Denn Hitzewellen, Überflutungen, steigende Meeresspiegel und stärkere Stürme
sind keine Kleinigkeiten. Die Ursache für diese Entwicklungen sind die vom
Menschen verursachten Treibhausgasemissionen, die das empfindliche
Klimaregulierungssystem der Erde aus dem Gleichgewicht bringen. Der Druck zur Einigung ist daher
also groß, aber für viele Regierungen sind diese Treffen nach wie vor eine
Art Handlungsersatz nach dem Motto: global reden, national aufschieben. Trotz
großer Hoffnungen ist die Aussicht gering, dass ein Beschluss zustande kommt,
der einen tatsächlichen Durchbruch bedeutet. Dies wäre nur der Fall, wenn es
gelingen würde, auch einige Zielmarken mit auf den Weg zu bringen. Dafür aber
stehen die Chancen auf Bali schlecht. Die indonesische Insel wird in den
nächsten Tagen zum Schauplatz für Verhandlungen über die Nachfolgeregelungen
des Kyoto-Protokolls, das 2012 ausläuft. Dieses
verpflichtet Industriestaaten, den Ausstoß von klimaschädlichen
Treibhausgasen bis 2012 um 5,2 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Die USA
haben das Protokoll mit ausgehandelt und unterzeichnet, später aber nicht
ratifiziert. Bis 2012 bleiben der Welt vier Jahre, sich auf neue Ziele zu
einigen und dabei Staaten wie die USA und Australien mit ins Boot zu holen.
Zum Vergleich: Allein die Ratifizierung des Kyoto-Protokolls
hat acht Jahre in Anspruch genommen. Das oberste Prinzip bei den
Verhandlungen ist der Konsens und dieser ist - das zeigen die vergangenen
Treffen - ein diplomatischer Kraftakt. Es gibt wie immer viele
Absichtserklärungen und Appelle, aber wenig Konkretes. Die OPEC-Staaten
fürchten um ihre Ölexporte und versuchen, eine wirksame Klimapolitik zu
blockieren. Auch China, das schon bald den CO2-Ausstoß der USA übertreffen
wird, beharrt zusammen mit anderen Schwellenländern wie Indien und Brasilien
darauf, dass ihnen auch für die Zeit nach 2012 keine Verpflichtungen in
Sachen CO2-Ausstoß auferlegt werden. Die Europäische Union will
daher eine Vorreiterrolle im Klimaschutz übernehmen. Denn wenn die
Europäische Union mit gutem Beispiel voranschreitet, werden auch die USA und
später auch China und Indien folgen. Mit diesem Vorgehen sichern wir uns zudem
eine technologische Vorreiterposition. Schon jetzt ist Europa auf dem Gebiet
der erneuerbaren Energien führend. Gerade in Deutschland sind weltweit
führende Unternehmen in diesem Bereich angesiedelt. Klimaschutz schadet der
Wirtschaft also nicht. Es gibt sogar Schätzungen, die davon ausgehen, dass sich
die Kosten auf fünf bis zwanzig Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes
belaufen werden, falls wir weiter wie bisher CO2 ungehemmt in die Atmosphäre ausstoßen.
Weit mehr demnach als die Investition in CO2-arme Energieträger oder
Energieeffizienzmaßnahmen. Die EU hat mit ihren selbst
auferlegten Zielen zur Emissionsreduktion einen ersten Schritt gemacht.
Weitere Staaten müssen folgen. Eine wichtige Rolle der Konferenz auf Bali ist
daher auch, dass sie das Problembewusstsein für den Klimawandel aufrecht
erhält und weltweit in der Öffentlichkeit Handlungsdruck erzeugt. Ihr
Stellenwert ist, das Thema auf der politischen Agenda hochzuhalten. Gehandelt
werden muss in den Ländern selbst. Haben
Sie zu diesem Thema Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir bitte! Mehr
Informationen zu diesem Themenkomplex finden Sie auf folgenden Seiten im
Internet: Link zur Homepage der Bali-Konferenz: http://unfcccbali.org/unfccc/
(Englisch) Link zur Homepage des Klimawandelausschusses im Europäischen Parlament: |
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Impressum |
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Herausgeberin: Bürgerbüro: E-Mail: info@angelika-niebler.de |
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