Sommer-Europa-Telegramm 2008/4

Das "grüne Gold" - EU schafft Anreize für mehr Energieeffizienz durch Öko-Innovationen

 

Regelungen wie die Ökodesign-Richtlinie sind eine Seite der Medaille, mit der die Politik die Industrie dazu anregen kann, ihre Produkte umweltfreundlicher zu gestalten. Die andere Seite sind Anreize in Form von Fördermitteln. Mit dem Programm "Öko-Innovationen" fördert die Europäische Union in diesem Jahr speziell Projekte aus den Bereichen "Recycling", "Bauen", "Ernährung" und "Grünes Wirtschaften".

 

Um nur einige Beispiele zu nennen, wo überall gespart werden kann:

 

Elektronisch gesteuerte Pumpen mit Hocheffizienz-Elektromotoren würden mit 40 Prozent weniger Strom das Gleiche leisten wie herkömmliche Pumpen. Bei Hydrauliksystemen mit mehreren Pumpen arbeiten diese teilweise gegeneinander, bei solchen Systemen wären sogar 60 oder 70 Prozent Strom einzusparen.

 

Aufzüge, bei denen die Bremsenergie in den Antrieb zurück gespeist wird, benötigen nur 20 Prozent der Strommenge, die ein konventioneller Aufzug verbraucht.

 

Regenwasserauffangsysteme, Kraft-Wärme-Kopplungs-Kraftwerke, schadstofffreie Autos, und, und, und. All das hilft, Klima und Umwelt zu schonen und erhöht zugleich unsere Lebensqualität. Nicht umsonst machen schon heute Öko-Produkte und -Dienstleistungen 2,2 Prozent des europäischen Bruttoinlandprodukts aus.

 

Um diese weiter zu fördern stellt das Programm für Öko-Innovationen (CIP Eco Innovation Programme) in den Jahren 2008-2013 Fördermittel in Höhe von 195 Millionen Euro für Pilotvorhaben und Markteinführungsprojekte bereit, die Umweltbelastungen verringern oder zur effizienteren Nutzung natürlicher Ressourcen beitragen.

 

Die Förderaktivitäten umfassen das gesamte Spektrum von Zuschüssen für Projekte, die innovative Umwelttechnologien praktisch anwenden, über die Finanzierung von Netzwerken und Clustern bis hin zur Bereitstellung von Finanzmitteln über Risikokapitalfonds.

 

Am 21. April 2008 hat die Europäische Kommission den ersten Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen veröffentlicht. Er setzt den Schwerpunkt auf Projekte zur Erstanwendung und Markteinführung innovativer Techniken, Produkte, Prozesse und Dienstleistungen im Umweltbereich und richtet sich vorrangig an kleine und mittlere Unternehmen.

 

Rund 28 Mio. Euro werden in diesem Jahr für Projekte aus den Bereichen "Recycling", "Bauen", "Ernährung" und "Grünes Wirtschaften" bereitgestellt. Die Antragsfrist endet am 11. September 2008.

 

Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass Wirtschaft und Umwelt keine Gegensätze sind, sondern sogar voneinander profitieren können. Das Programm für Öko-Innovationen ist nur eines von vielen Mosaiksteinchen, die uns einen Schritt weiter bringen auf dem Weg zu einer Welt, in der wir im Einklang mit der Natur leben und nicht auf ihre Kosten.

 

 

Haben Sie zu diesem Thema Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir bitte!

Mehr Informationen zu diesem Themenkomplex finden Sie auf folgender Seite im Internet:

 

Link zum EU-Förderprogramm "Öko-Innovationen":

 

http://ec.europa.eu/environment/etap/ecoinnovation/index_en.htm

 

 

 

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