Sommer-Europa-Telegramm 2008/5

Der SET-Plan - Energieeffizienz durch CO2-arme Technologien

 

"Technik oder Untergang" verkündete einst der amerikanische Wissenschaftler John Pierce. Pierce arbeitete in der Mitte des 20. Jahrhunderts in den bekannten Bell Laboratories, in denen er die Weiterentwicklung der Telekommunikationstechnologie vorantrieb. In der heutigen Zeit bringt einen dieser Spruch wahrlich ins Grübeln. Denn ist es nicht der technische Fortschritt des Industriezeitalters, der letztlich zu einem großen Teil für Treibhausgaseffekt und Ressourcenknappheit verantwortlich ist? 

 

Dennoch liegt in der Technologie gleichzeitig der Schlüssel zu mehr Energieeffizienz, weniger Treibhausgas-Emissionen und einer CO2-armen Wirtschaft und Lebensweise: dem Ziel, das wir im Wettlauf mit dem fortschreitenden Klimawandel innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit erreichen müssen. Der Ausspruch von John Pierce gewinnt so eine ganz neue Dimension.

 

Die rechtzeitige Entwicklung und Verbreitung CO2-armer Technologien kommt einer Art „Dritten Industriellen Revolution“ gleich. In der Europäischen Union ist man sich einig, dass Energietechnologien dabei eine Schlüsselrolle spielen.

 

In ihrer Mitteilung "Strategie für einen Energietechnologieplan - In Richtung einer CO2-armen Zukunft" hat die Europäische Kommission im November 2007 daher versucht, eine strategische Linie in die Unterstützung von Energie aus CO2-armen Technologien zu bringen.

 

Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören neue Energie-Initiativen, die zum Ziel haben, die Bemühungen der Kommission, der Mitgliedstaaten und des privaten Sektors rund um die Schlüsseltechnologien Wind, Solar, Biomasse, Energiespeicherung, Kohlenstoff-Speicherung, intelligente Stromnetze und Nachhaltigkeit von Energie aus Kernspaltung und Kernfusion zu koordinieren.

 

Darüber hinaus soll eine "Europäische Energie-Forschungs-Allianz" bestehend aus nationalen Forschungsinstituten gegründet werden, die gemeinsam neue Technologien erforschen. Angestrebt wird auch die Einrichtung eines Europäischen Energie-Technologie-Informationssystems, um verlässliche Daten über Technologie- und Entwicklungskapazitäten zu gewinnen.

 

Auch wenn erst im Jahr 2020 erste Etappenziele erreicht werden sollen - vor dem Hintergrund von Investitionen in Energieinfrastruktur und CO2-armen Technologien ist dies ein vergleichsweise kurzer Zeitraum. Deshalb hat das Europäische Parlament den Vorschlag der Kommission, mit dem SET-Plan den Anstoß zu einer nachhaltigeren Entwicklung der Energiewirtschaft zu geben, sehr begrüßt.

 

Technologische Erfindungen umgeben den Menschen in fast jeder Sekunde seines Alltags, sei es bei Telefongesprächen, beim Musik hören, beim Arztbesuch oder im Auto. Wir können und wollen nicht mehr auf Technik verzichten.

 

Wenn wir unsere Vorgaben für 2020 und gleichzeitig unsere langfristigen Ziele für Sicherheit, Nachhaltigkeit und wettbewerbsfähige Energie in Europa erreichen wollen, brauchen wir deshalb die Entwicklung von Technologien, die Klima schonende Energie und Energieeffizienz möglichst kosteneffizient liefern können. Dafür ist ein gewisser Grad an Koordination auf europäischer Ebene notwendig. Nur so können unsere gemeinsamen Bemühungen einen maximalen Effekt erzielen.

 

 

Haben Sie zu diesem Thema Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir bitte!

Mehr Informationen zu diesem Themenkomplex finden Sie auf folgenden Seiten im Internet:

 

Link zur Mitteilung der Europäischen Kommission zum SET-Plan:

 

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=COM:2006:0847:FIN:DE:PDF

 

Link zum Initiativbericht des Europäischen Parlaments zum SET-Plan:

 

http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//NONSGML+REPORT+A6-2008-0255+0+DOC+PDF+V0//DE

 

 

 

Impressum

Herausgeberin:
Dr. Angelika Niebler, MdEP

 

Bürgerbüro:
CSU-Kreisgeschäftsstelle
Münchener Straße 2
85560 Ebersberg
Telefon: (08092) 86 57 70
Telefax: (08092) 25 69 20

 

E-Mail: info@angelika-niebler.de
Internet:
www.angelika-niebler.de